Tag Archive: Verführung


Angeregt wurde diese Geschichte von diesem meinem Tweet und den Reaktionen einiger Leser darauf… 🙂

Nein, Besuche beim Frauenarzt sind eigentlich nicht sexy. Sie sind zwar nicht schmerzhaft wie Zahnarztbesuche, aber doch unangenehm und auf eine gewisse Art demütigend: man muss einem fremden Menschen seine intimsten Stellen offen darlegen, aufgespannt auf einen seltsamen Stuhl, ausgeliefert. Nein, das ist nicht sexy.

Außer man hatte einen Frauenarzt wie ellen und man ging zum zweiten Mal zu ihm, nachdem man beim ersten Mal von seinem guten Aussehen und der Zärtlichkeit seiner Hände selbst bei der medizinischen Untersuchung überrascht gewesen war. Und so hatte es nicht lange gedauert, bis ellen sich einen Vorwand für einen weiteren Besuch ausgedacht und telefonisch einen Termin vereinbart hatte. Und natürlich war ellen vorbereitet: sie war frisch geduscht und eingecremt, ihr Schamhügel war rasiert, glatt und makellos. Sie trug nur ein schwarzes Top und einen Rock, aus dem sie schnellstens schlüpfen konnte, auf Unterwäsche hatte sie verzichtet, war sie doch ohnehin nur hierher gekommen, um sich auszuziehen.

Nun saß sie also lesend im Wartezimmer, lesend in einem erotischen Buch, das sie sich von daheim mitgenommen hatte. Gerade ging es um Nonnen, die sich im Kloster mit mächtigen Glasdildos befriedigten und die Mönche auch nicht verachteten, während die älteren Mönche durchaus auch von den Hintertüren der jungen Mönche angetan waren und so weiter und so fort. Und ellen spürte, dass sie beim Lesen sehr feucht geworden war, als sie ins Untersuchungszimmer gerufen wurde.

Der Arzt war zerstreut und sah sie nicht an, blickte nur in seine Karte: „Sie sind gekommen, weil ich Sie mir nochmal ansehen soll…“, und geleitete ellen mit einer Handbewegung in das kleine Zimmer, in dem sie sich um- oder besser auskleiden sollte. „Auch recht,“ dachte ellen, „dann sieht er mich eben gleich nackt.“ Sie zog ihre Schuhe aus, streifte den Rock ab und lief dann barfuß, nur noch mit ihrem engen Top bekleidet zum Untersuchungsstuhl des Gynäkologen, hievte sich hoch, spreizte ihre Beine und legte sie in die Halterungen.

„Wenn Sie mit dem Po noch etwas nach vorne rutschen könnten…“, ellen mochte seine tiefe, leicht rauhe Stimme und verschlang seinen muskulösen Körper mit den Augen, während er sich dünne Gummihandschuhe überstreifte. Mit einem Finger drang er ohne weitere Vorwarnung in sie ein, während er die andere Hand – so zärtlich wie das letzte Mal – auf ihre Bauchdecke legte und zu tasten begann. „Um was für ein Problem handelt es sich denn?“, fragte er und sah sie zum ersten Mal richtig an mit seinen leuchtend blauen und dennoch warmen Augen.

ellen fühlte sich plötzlich rot werden: „Ja, wissen Sie, es ist immer so nass hier unten, ständig muss ich das Höschen wechseln, dann dusche ich, werde aber gleich wieder feucht, wissen Sie, nichts hilft dagegen und da wollte ich eben nachfragen, ob wirklich alles in Ordnung ist mit mir.“ Die blauen Augen des Arztes blieben kurz und fragend auf ihrem Gesicht ruhen, dann glitt sein Blick über ihren Körper, sie spürte förmlich, wie seine Zerstreuung jetzt einer genauen Untersuchung ihrer Anatomie wich: wie er ihre nackten Brüste unter dem Oberteil musterte, ihren flachen Bauch und die weit gespreizten schlanken Schenkel begutachtete und letztlich an ihrem glatten, hellen Schamhügel hängen blieb. Dann zog er seinen nassen Finger aus ihr. „Ja, Sie haben wohl recht.“

„Sehen Sie,“ meinte ellen, „ich versuche ja selbst, etwas dagegen zu tun, ich mache das etwa wie Sie, einen Finger führe ich ein -“ , und sie demonstrierte ihm dies gleich mit ihren geöffneten Beinen vor ihm auf dem Stuhl, „und die andere Hand lege ich hierhin, vielleicht etwas tiefer als Sie vorhin -„, und ellen begann, vor seinen Augen ihren Kitzler zu streicheln. „Ich untersuche und reibe, aber sehen Sie, es hilft alles nichts, es wird nur immer schlimmer!“ und sie zeigte dem Gynäkologen ihre nasse Möse. „Und da dachte ich mir, wenn Sie mir, als Arzt, als Mann, mit ihrem männlichsten Körperteil, vielleicht helfen könnten, Sie wissen schon,“ wobei ellen nun doch zu grinsen begann, „wo Sie sich mit der weiblichen Anatomie doch so gut auskennen und wo ich doch sehe, dass Sie mir durchaus helfen wollen…“ und ihr Blick heftete sich an die Beule in seiner weißen Arzthose.

„Okay,“ murmelte der Arzt, der ellens Spiel sehr wohl durchschaut hatte und nicht lieber wollte, als seine Hose aufzuknöpfen und ihr sein ‚männlichstes Körperteil‘ zu zeigen, aufgerichtet und hart. Er griff nach ellens Brüsten, betätigte einen Schalter, der den Stuhl ein wenig nach unten sinken ließ und ihn auf die Höhe seines Beckens brachte, beugte sich über sie und küsste sie rauh. Dann ein Kuss auf ellens Hals und sein Flüstern an ihrem Ohr, über sie gebeugt: „Nachdem ich mich so gut auskenne, kann ich Ihnen sagen, dass wir auf ein Vorspiel verzichten können, so feucht, wie Sie schon sind.“ Ein Kondom zog er genauso schnell über wie vorhin die Gummihandschuhe. Dann schob er seinen Schwanz, vor ihr stehend, tief in sie.

„Haben Sie sich meine Hilfe so vorgestellt?“, fragte er sanft und ellen nickte und stöhnte gleichzeitig leise, als er wieder tief in sie stieß. Seine Hände kneteten ihre Brüste, während er sie fickte, und legten sich dann auf ihren Kitzler, massierten ihn, sodass sie noch vor ihm kam, bevor er seinen Schwanz nochmal ganz tief in ihrer Möse versenkte und stöhnend den Höhepunkt erreichte.

ellens Besuch hatte nicht viel länger als eine ausführliche Untersuchung gedauert, aber sie musste dem Gynälologen versprechen bald wiederzukommen.

Ich habe hier ja schon geschrieben, worauf es ankommt, wenn man ein erotisches Menü zaubern möchte: es soll nicht zu viel Aufwand und Zeit kosten (damit man noch genug Freizeit und Muße für anderweitige Vorbereitungen hat) und dennoch ein klein wenig raffiniert sein. Und es darf anregende Zutaten enthalten, entweder anregend für diejenigen, die es essen, oder auch nur anregend für denjenigen, der es zubereitet. Genau so ein Rezept ist für mich das für die Pestocrostini mit Tomaten und Mozzarella, hinterher erkläre ich wieso.

Zutaten für 2 Personen:
einige recht dünne Scheiben Weißbrot (Baguette oder Ciabatta o.Ä.)
Pesto (aus dem Glas oder selbstgemacht)
2 Tomaten oder einige Cocktailtomaten
ein Mozzarella (125 g)
einige frische Basilikumblättchen
Olivenöl
Salz + Pfeffer

Man nimmt sich also die Weißbrotscheiben und bestreicht sie dünn mit Pesto. Wer will, kann die Brotscheiben vorher auch noch mit Knoblauch einreiben, Knoblauch gehört durch seine durchblutende Wirkung durchaus zu den Aphrodisiaka, im Pesto ist normalerweise aber auch schon etwas drin. Zur Variation kann man statt Pesto auch schwarze oder grüne Olivenpaste verwenden.

Dann schneidet man sowohl den Mozzarella als auch die Tomaten in dünne Scheiben (bzw. halbiert die Cocktailtomaten) und legt je eine Scheibe Tomaten (bzw. 2 Cocktailtomatenhälften) und Mozzarella auf eine Scheibe Pestocrostino. (Anders als auf dem Bild gebe ich den Mozzarella immer über die Tomaten.)

Nun gießt man etwas Olivenöl über das Ganze, salzt ein bisschen und mahlt frischen Pfeffer darüber (auch Pfeffer regt an) und belegt jede Scheibe mit 1-2 Blättchen frischem Basilikum.

Den Backofen hat man auf 200° vorgeheizt, die Crostini auf ein Backblech gelegt, das man jetzt in der Mitte einschiebt. Jetzt lässt man die Pestocrostini mindestens 5 Minuten backen, bis alles lauwarm und der Mozzarella leicht zerlaufen ist. Fertig!

Warum ist das nun irgendwie erotisch? Es geht schnell und schmeckt lecker, es ist einfach und stimmt auf folgende Köstlichkeiten ein. Es ist nicht ganz so banal wie Tomaten und Mozzarella, also Caprese, sondern ein kleines bisschen raffinierter. Knoblauch (im Pesto oder noch zusätzlich verwendet) und Pfeffer regen die Durchblutung aller Körperteile an, auch die der wichtigen. Und dann kommt für mich der Mozzarella dazu, den ich wirklich gerne verwende! Ich mag es sehr, wie diese weißen Kugeln aussehen und vor allem, wie sie sich anfühlen. Wie die kleine, feste Brust einer hellhäutigen schlanken Frau, die Brüste eines jungen Mädchens. Wie die Eier eines Mannes, wenn er erregt ist, nicht so hart wie kurz vor dem Höhepunkt, sondern weicher und doch prall.

Ich habe Mozzarella gerne in der Hand, ich könnte ihn ein bisschen drücken und streicheln und meinen Phantasien nachhängen, während ich die Crostini zubereite. Und das ist doch die wirklich wichtige Einstimmung auf einen erotischen Abend, oder? Und wenn der warme, leicht geschmolzene Mozzarella dann auf meiner Zunge zergeht, dann denke ich einfach noch ein bisschen zurück an die Assoziationen, die sich einstellten, als ich die weiße Kugel in der Hand wog.

Erotische Menüs

Erotische Vorspeisen: Crostini mit Tomaten, Mozzarella und Pesto

Erotische Hauptspeisen: Nudeln mit Puttanesca oder Hurensauce

Erotische Nachspeisen: Crostata mit Pflaumen

Kochen und Essen haben viel mit Sex zu tun, das haben wir ja hier unter dem Titel Erotische Rezepte schon geklärt. Liebe und Lust gehen durch den Magen und so. ellen jedenfalls kocht sehr gerne und noch lieber mit der Aussicht auf eine Nachspeise nach der Nachspeise. Kochen ist ein sinnliches Erlebnis und wenn man sich darauf freut, nach dem Essen Sex mit demjenigen zu haben, für den man gekocht hat, wenn das Essen der Verführung dient, dann wird das Zubereiten der Speisen ja regelrecht zu einem Vorspiel. Man kann beim Kochen auf die anregendsten Phantasien kommen, wenn man davor schon ein bisschen eingestimmt und angeheizt ist. Verschiedene Zutaten können einen durchaus auf erotische Gedanken bringen. Und wer hindert einen denn, zum Kochen schonmal einen Aperitif zu nehmen und währenddessen seinen versauten Gedanken nachzuhängen? Dann wird Kochen zu einer Vorbereitung voller Vorfreude auf das, was folgen wird, zu einem Vorspiel und das Essen hat bestimmt mehr Aussicht, seine verführerischen Absichten zu erreichen.

Was kocht man nun für das Opfer seiner Verführungsversuche? Vielleicht sogar bei der ersten Verabredung bzw. bei der ersten Einladung nach Hause? Klar kann man raffinierte und komplizierte fünf Gänge auftischen, die einen ein halbes Vermögen gekostet haben. Bloß: wenn die Verführung dann nicht gelingen sollte oder etwa doch gelingt, sich der/die Bekochte aber dann als miserable/r Liebhaber/in erweist? Dann ist die Enttäuschung ja wohl doppelt so groß. Außerdem bleibt bei einem solchen Küchenmarathon viel zu wenig Zeit für die eigenen erotischen Gedankenspiele des Kochs bzw. der Köchin, wenn dann doch alles schnell gehen muss. Ganz zu schweigen von der Vorbereitungszeit, die man nicht nur ins Essen, sondern auch ins eigene Erscheinungsbild investieren sollte. Was nützt ein perfektes Menü, wenn der Kochende dann ungeduscht, unansehnlich und mit den Nerven völlig fertig ist? Eben!

Deshalb schlägt ellen ein eher schlichtes aber eben schmackhaftes Drei-Gänge-Menü für ein erotisches Essen vor. Einfache aber gute Zutaten, lecker kombiniert, selbst geschnippelt und gedünstet, anregende Handarbeit mit einem schmackhaften und auch noch gesunden Ergebnis. Man kann sich beim Kochen seinen Fantasien hingeben, weil man genug Zeit hat, und außerdem die Dusche und sonstige Körperpflege auch nicht zu kurz kommen lassen.

Und bei den Zutaten kommen dann ja auch die sogenannten Aphrodisiaka ins Spiel, also Zutaten, die beim Genuss des Essens anregend oder gar erregend wirken sollen. Das bekannteste angebliche Aphrodisiakum ist wohl die berühmte Auster, allerdings steht da ja nun wirklich nicht jede/r drauf und bei der Wirkung kann man sich auch nicht so sicher sein. Andererseits gibt es aber auch noch etwas abseitigere Zutaten, die aphrodisierend wirken sollen, etwa Muskat (also das Gewürz Muskatnuss) oder auch Petersilie. Nunja. Man fragt sich, in welchen Mengen man das essen soll, um eine Wirkung zu bemerken. Einfacher ist es da schon mit durchblutenden Gewürzen, denn da ist der gewünschte Effekt klar: gut durchblutete Mösen oder Schwänze lieben einfach besser. Also immer gut mit Pfeffer oder Chili würzen oder auch Ingwer verwenden, das kann kaum schief gehen.

Obwohl sich ellen recht sicher ist, dass es weniger auf diese angeblichen Aphrodisiaka als um eine liebevolle, quasi zärtliche Zubereitung und eine ansprechende Präsentation geht, die dann beim Essen auch fühlbar wird. Es kann ja nicht ohne Wirkung bleiben, wenn der Koch oder die Köchin alle Zutaten zärtlich in der Hand hatte, liebevoll verarbeitet und vielleicht sogar schonmal zweckentfremdet hat. Also sollte man die Zutaten nicht nur danach auswählen, ob sie angeblich Aphrodisiaka sind, sondern vor allem danach, ob man sie selbst liebt, ob sie die eigene Phantasie anregen, man sie gerne verkocht. Was spricht denn dagegen, eine Karotte schonmal am eigenen Leib auszuprobieren? Danach kann man sie schälen und wer weiß, ob eine solchermaßen vorbereitete Karotte nicht viel anregender wirkt als alle Austern dieser Welt.

Nach und nach sollen hier also ein paar Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen vorgestellt werden, die man dann individuell zu einem entspannten und erregenden Menue zusammenstellen kann. Dabei liegt der Schwerpunkt aus oben genannten Gründen auf einer einfachen und recht schnellen Zubereitung und auf der Auswahl von so oder so anregenden Zutaten.

ellen wünscht jedenfalls schonmal guten Appetit bei euren erotischen Menüs und einen gepfefferten Nachtisch.

Puttanesca oder Hurensauce

Wie letztes Mal schon angekündigt, wird es diesmal bei den erotischen Rezepten salzig und vor allem schärfer: das erotische Rezept von heute sind Spaghetti (alla) puttanesca, Spaghetti auf Nuttenart oder Hurenspaghetti oder wie auch immer man das übersetzen will (denn puttana ist auf Italienisch eben ein unfeinerer Ausdruck für Prostituierte). Warum diese Pastasoße so heißt? Dafür gibt es unterschiedliche Erklärungen:

Auf der Wikipedia-Seite wird u.a. anderem behauptet, dieses Gericht sei in süditalienischen Bordellen entstanden, die sogenannte ‚Case chiuse‘ gewesen seien. D.h. die ‚Bewohnerinnen‘ hätten nur selten herauskommen und einkaufen dürfen und den Rest der Zeit dann eben Gerichte gekocht, die aus Vorräten zuzubereiten sind. Eine andere Erklärung besagt, die Spaghetti puttanesca gehen eben einfach schnell und das hätten die Prostituierten zwischen zwei Freiern fix kochen können. Irgendwo habe ich aber auch schon einmal gelesen, dass die Nudelsauce an die verschiedenen Unterwäschefarben der Damen erinnerten: rot (Tomaten), schwarz (Oliven), weiß (Nudeln) und grün (Kapern).

Wie dem auch sei, es ist jedenfalls ein leckeres Gericht und darüber hinaus tatsächlich erotisierend, denn es enthält ein echtes Aphrodisiakum: Chilis. Chilis regen die Durchblutung an und wozu das gut ist, können wir uns alle denken. Also: dem/der Liebsten dieses Gericht kochen, ihn/sie dann an bestimmten Stellen intensiv verwöhnen und dann über die gute Durchblutung und die schönen Folgen davon freuen! Aber bitte nur innerlich anwenden und auf keinen Fall äußerlich auf empfindlichen Stellen, wenn ihr nicht auf Schmerz steht!

Das Rezept für 2-3 Personen: Man nehme 2 Knoblauchzehen und/oder 1 Zwiebel (je nachdem ob Knoblauch gerade passt, man kann aber auch die Zwiebel weglassen und nur mit Knoblauch kochen) und hackt sie fein. Außerdem nimmt man 6-8 in Öl eingelegte Sardellenfilets und 1 frische oder getrocknete Chilischote und hackt beides ebenfalls. Das alles zusammen brät man dann in ca. 2 EL Olivenöl kurz an, bis die Sardellen sich aufgelöst haben. Man gibt 1 Dose ganze, geschälte Tomaten (400 g) dazu und einen guten Schluck trockenen Rotwein (ca. 100 ml). Ich gebe außerdem noch 1 EL Tomatenmark rein, dann wird der Tomatengeschmack intensiver.

Schonmal Wasser heiß werden lassen für die Nudeln (man nimmt normalerweise Spaghetti, es gehen aber auch andere, nur besser keine mit Ei). Die Spaghettisauce lässt man inzwischen mindestens 10 Minuten mit offenem Deckel kochen, länger schadet nicht. Man nimmt 1 großen EL Kapern, wenn man mag macht man sie etwas kleiner, außerdem 1 großen EL schwarze Oliven (ohne Kern, versteht sich), die schneidet man in Ringe. Wenn die Nudeln bissfest fertig gekocht sind, gibt man Kapern und Oliven zur Tomatensauce, würzt nochmal mit Pfeffer und Salz (wenig, weil die Sardellen schon salzig sind) und serviert alles.

Wer mag, reibt sich frischen Parmesan darüber und trinkt ein Glas trockenen Rotwein dazu (z.B. den, den man zum Kochen geöffnet hat). Guten Appetit und einen feurigen Nachtisch wünscht ellen.

Hinweis: das Bild stammt von der Wikipedia-Seite und ist von Rainer Zenz.

Mitten in dem erotischen Roman (autobiographisch und pornographisch), den ellen gerade liest, findet man das Rezept zu einer ‚Crostata‘, also einem italienischen Mürbeteig-Frucht-Kuchen. Komisch, oder? Die Erklärung ist aber ganz einfach: die Erzählerin Michelle behauptet, dass man mit diesem Rezept einfach jeden herumbekommen könne. Und das passt ja gut zu ellens Theorie, dass Sex und Essen stark zusammenhängen. Also will ellen euch dieses ultimative, aphrodisierende und wirklich sehr köstliche Kuchen-Rezept nicht vorenthalten:

Teig:

250 g Mehl, 50 g gemahlene Mandeln, 150 g kalte Butter (direkt aus dem Kühlschrank und in Stücke geschnitten), 80 g Puderzucker, 1 ganzes Ei und 1 Eigelb, 1 Prise Salz, abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone

Alles zusammen zu einem Teig verkneten (mit den Händen, erst in der Schüssel, dann auf der Arbeitsfläche), daraus eine Kugel formen und in Folie verpackt in den Kühlschrank geben, mindestens eine Stunde dort drinlassen (besser noch 6 Stunden, der Teig hält sich dort auch bis zu 3 Tage). Danach 3/4 des Teiges auf der bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen Frischhaltefolie rund ausrollen, so dass der ‚Teigfladen‘ etwas größer ist als die runde Form, die man zu benutzen gedenkt, Form buttern, Teig geschickt hineingeben und damit auch einen 2-3 cm hohen Rand ‚bauen‘. Die Form samt Teig stellt man wieder in den Kühlschrank, genauso das restliche 1/4 des Teiges.

Füllung:

500 g Frucht (ohne Kerne etc. wiegen und in Stücke teilen), Saft von 1 Zitrone, ca. 100 g brauner Zucker (je nach Fruchtsorte) zusammen ca. 40 min im Topf einköcheln lassen, bis die Konsistenz marmeladenartig ist. Wenn es zu flüssig bleibt, 2 TL Speisestärke in etwas Flüssigkeit anrühren (damit nichts klumpt) und dann unter die Fruchtmasse rühren.

Basteln und Backen:

Den Kuchenboden noch mehrmals mit einer Gabel einstechen, dann die Fruchtfüllung darauf verteilen. Das restliche Viertel des Teiges ausrollen, in Streifen schneiden und gitterartig auf den Kuchen legen (wie bei einer Linzer Torte), den Rand (wenn er über die Füllung ragt, noch ein wenig nach unten drücken). Ein Eigelb mit 2 EL Milch verrühren und auf die Teigstreifen pinseln. Kuchen in den auf 200 Grad vorgeheizte Backofen geben und ca. 40 Minuten backen, bis er durch und schön braun ist. Dann sieht er ungefähr so aus:

Klingt alles ein wenig kompliziert, aber eigentlich ist es das gar nicht. Einfach mal ausprobieren! Man mag natürlich dennoch fragen, warum ellen euch das hier als erotisches Rezept präsentiert. Einerseits kann man den Kuchen sehr gut mit Pflaumen machen. Gut sind zwar auch Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen oder Himbeeren, aber bei ‚Pflaume‘ wären wir ja wieder bei einer sehr schönen Wortwahl für weibliche Geschlechtsteile. Hier also keine aphrodisierenden Zutaten, dafür aber durch die Pflaumen sexy. Oder man nimmt eben Feigen, das kommt ja aufs selbe raus. 😉

Und wie kommt die Michelle aus ellens pornographischem Roman nun an dieses Rezept? Michelles Lebensphilosophie ist es, Herrin über sich und ihren Körper zu sein, lasziv und sachlich, intelligent und herzlich, die Lust in den Körpern der anderen zu suchen und ihren Körper darzubieten, um Lust zu verschaffen. Die Siebzehnjährige jobbt in einer Konditorei und wirft sich nach einer Weile dem sehr hübschen Konditor Alex an den Hals, weil sie große Lust hat, es mit ihm dort in der Konditorei „zwischen Puderzucker und Tortencreme“ zu treiben.

Sie versteckt sich also nackt im Umkleideraum bis Alex auch kommt und als dieser gerade die Arbeitshose auszieht, umarmt sie ihn, küsst ihn, drängt sich an ihn. Alex lässt das geschehen, bleibt aber seltsam unbeteiligt, auch als Michelle nach seinem Schwanz greift, ist der ganz schlaff. Sie fragt ihn, schon ein wenig erbost, ob sie ihm denn nicht gefalle und Alex gesteht, dass er gerade zum ersten Mal eine Frau küsst: er ist schwul. Nach einer peinlichen Pause müssen beide lachen und erzählen sich, dass sie jeweils mit vielen Männern schlafen (Michelle sagt, sie ficke so oft sie könne). Sie berühren und streicheln sich noch ein bisschen gegenseitig, aber nur aus Neugier, Zärtlichkeit.

Und Alex rät ihr dann: wenn er jemanden treffe, den er will und der nichts von ihm will, dann mache er einen Kuchen, eine Torte, eine Süßspeise für ihn und dann liebe der ihn sofort. Und er bringt Michelle bei, die Crostata nach obigem Rezept zuzubereiten, das Rezept, mit dem man jeden verführen kann. ellen gibt zu, dass dies kein Gericht ist, das man auf dem Körper verteilen und ablecken kann, auch keines, das man sich irgendwo hinstecken kann und auch keines mit erotisierenden Zutaten. Die gibt es dann das nächste Mal. Aber es ist ein Rezept für den Anfang, wenn ihr jemanden erst noch ins Bett bekommen wollt. Also viel Erfolg dabei!