Erotische Vorspeisen: Crostini mit Tomaten, Mozzarella und Pesto
Erotische Hauptspeisen: Nudeln mit Puttanesca oder Hurensauce
Erotische Nachspeisen: Crostata mit Pflaumen
Kochen und Essen haben viel mit Sex zu tun, das haben wir ja hier unter dem Titel Erotische Rezepte schon geklärt. Liebe und Lust gehen durch den Magen und so. ellen jedenfalls kocht sehr gerne und noch lieber mit der Aussicht auf eine Nachspeise nach der Nachspeise. Kochen ist ein sinnliches Erlebnis und wenn man sich darauf freut, nach dem Essen Sex mit demjenigen zu haben, für den man gekocht hat, wenn das Essen der Verführung dient, dann wird das Zubereiten der Speisen ja regelrecht zu einem Vorspiel. Man kann beim Kochen auf die anregendsten Phantasien kommen, wenn man davor schon ein bisschen eingestimmt und angeheizt ist. Verschiedene Zutaten können einen durchaus auf erotische Gedanken bringen. Und wer hindert einen denn, zum Kochen schonmal einen Aperitif zu nehmen und währenddessen seinen versauten Gedanken nachzuhängen? Dann wird Kochen zu einer Vorbereitung voller Vorfreude auf das, was folgen wird, zu einem Vorspiel und das Essen hat bestimmt mehr Aussicht, seine verführerischen Absichten zu erreichen.
Was kocht man nun für das Opfer seiner Verführungsversuche? Vielleicht sogar bei der ersten Verabredung bzw. bei der ersten Einladung nach Hause? Klar kann man raffinierte und komplizierte fünf Gänge auftischen, die einen ein halbes Vermögen gekostet haben. Bloß: wenn die Verführung dann nicht gelingen sollte oder etwa doch gelingt, sich der/die Bekochte aber dann als miserable/r Liebhaber/in erweist? Dann ist die Enttäuschung ja wohl doppelt so groß. Außerdem bleibt bei einem solchen Küchenmarathon viel zu wenig Zeit für die eigenen erotischen Gedankenspiele des Kochs bzw. der Köchin, wenn dann doch alles schnell gehen muss. Ganz zu schweigen von der Vorbereitungszeit, die man nicht nur ins Essen, sondern auch ins eigene Erscheinungsbild investieren sollte. Was nützt ein perfektes Menü, wenn der Kochende dann ungeduscht, unansehnlich und mit den Nerven völlig fertig ist? Eben!
Deshalb schlägt ellen ein eher schlichtes aber eben schmackhaftes Drei-Gänge-Menü für ein erotisches Essen vor. Einfache aber gute Zutaten, lecker kombiniert, selbst geschnippelt und gedünstet, anregende Handarbeit mit einem schmackhaften und auch noch gesunden Ergebnis. Man kann sich beim Kochen seinen Fantasien hingeben, weil man genug Zeit hat, und außerdem die Dusche und sonstige Körperpflege auch nicht zu kurz kommen lassen.
Und bei den Zutaten kommen dann ja auch die sogenannten Aphrodisiaka ins Spiel, also Zutaten, die beim Genuss des Essens anregend oder gar erregend wirken sollen. Das bekannteste angebliche Aphrodisiakum ist wohl die berühmte Auster, allerdings steht da ja nun wirklich nicht jede/r drauf und bei der Wirkung kann man sich auch nicht so sicher sein. Andererseits gibt es aber auch noch etwas abseitigere Zutaten, die aphrodisierend wirken sollen, etwa Muskat (also das Gewürz Muskatnuss) oder auch Petersilie. Nunja. Man fragt sich, in welchen Mengen man das essen soll, um eine Wirkung zu bemerken. Einfacher ist es da schon mit durchblutenden Gewürzen, denn da ist der gewünschte Effekt klar: gut durchblutete Mösen oder Schwänze lieben einfach besser. Also immer gut mit Pfeffer oder Chili würzen oder auch Ingwer verwenden, das kann kaum schief gehen.
Obwohl sich ellen recht sicher ist, dass es weniger auf diese angeblichen Aphrodisiaka als um eine liebevolle, quasi zärtliche Zubereitung und eine ansprechende Präsentation geht, die dann beim Essen auch fühlbar wird. Es kann ja nicht ohne Wirkung bleiben, wenn der Koch oder die Köchin alle Zutaten zärtlich in der Hand hatte, liebevoll verarbeitet und vielleicht sogar schonmal zweckentfremdet hat. Also sollte man die Zutaten nicht nur danach auswählen, ob sie angeblich Aphrodisiaka sind, sondern vor allem danach, ob man sie selbst liebt, ob sie die eigene Phantasie anregen, man sie gerne verkocht. Was spricht denn dagegen, eine Karotte schonmal am eigenen Leib auszuprobieren? Danach kann man sie schälen und wer weiß, ob eine solchermaßen vorbereitete Karotte nicht viel anregender wirkt als alle Austern dieser Welt.
Nach und nach sollen hier also ein paar Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen vorgestellt werden, die man dann individuell zu einem entspannten und erregenden Menue zusammenstellen kann. Dabei liegt der Schwerpunkt aus oben genannten Gründen auf einer einfachen und recht schnellen Zubereitung und auf der Auswahl von so oder so anregenden Zutaten.
ellen wünscht jedenfalls schonmal guten Appetit bei euren erotischen Menüs und einen gepfefferten Nachtisch.



