Tag Archive: Vorspiel


Ich habe hier ja schon geschrieben, worauf es ankommt, wenn man ein erotisches Menü zaubern möchte: es soll nicht zu viel Aufwand und Zeit kosten (damit man noch genug Freizeit und Muße für anderweitige Vorbereitungen hat) und dennoch ein klein wenig raffiniert sein. Und es darf anregende Zutaten enthalten, entweder anregend für diejenigen, die es essen, oder auch nur anregend für denjenigen, der es zubereitet. Genau so ein Rezept ist für mich das für die Pestocrostini mit Tomaten und Mozzarella, hinterher erkläre ich wieso.

Zutaten für 2 Personen:
einige recht dünne Scheiben Weißbrot (Baguette oder Ciabatta o.Ä.)
Pesto (aus dem Glas oder selbstgemacht)
2 Tomaten oder einige Cocktailtomaten
ein Mozzarella (125 g)
einige frische Basilikumblättchen
Olivenöl
Salz + Pfeffer

Man nimmt sich also die Weißbrotscheiben und bestreicht sie dünn mit Pesto. Wer will, kann die Brotscheiben vorher auch noch mit Knoblauch einreiben, Knoblauch gehört durch seine durchblutende Wirkung durchaus zu den Aphrodisiaka, im Pesto ist normalerweise aber auch schon etwas drin. Zur Variation kann man statt Pesto auch schwarze oder grüne Olivenpaste verwenden.

Dann schneidet man sowohl den Mozzarella als auch die Tomaten in dünne Scheiben (bzw. halbiert die Cocktailtomaten) und legt je eine Scheibe Tomaten (bzw. 2 Cocktailtomatenhälften) und Mozzarella auf eine Scheibe Pestocrostino. (Anders als auf dem Bild gebe ich den Mozzarella immer über die Tomaten.)

Nun gießt man etwas Olivenöl über das Ganze, salzt ein bisschen und mahlt frischen Pfeffer darüber (auch Pfeffer regt an) und belegt jede Scheibe mit 1-2 Blättchen frischem Basilikum.

Den Backofen hat man auf 200° vorgeheizt, die Crostini auf ein Backblech gelegt, das man jetzt in der Mitte einschiebt. Jetzt lässt man die Pestocrostini mindestens 5 Minuten backen, bis alles lauwarm und der Mozzarella leicht zerlaufen ist. Fertig!

Warum ist das nun irgendwie erotisch? Es geht schnell und schmeckt lecker, es ist einfach und stimmt auf folgende Köstlichkeiten ein. Es ist nicht ganz so banal wie Tomaten und Mozzarella, also Caprese, sondern ein kleines bisschen raffinierter. Knoblauch (im Pesto oder noch zusätzlich verwendet) und Pfeffer regen die Durchblutung aller Körperteile an, auch die der wichtigen. Und dann kommt für mich der Mozzarella dazu, den ich wirklich gerne verwende! Ich mag es sehr, wie diese weißen Kugeln aussehen und vor allem, wie sie sich anfühlen. Wie die kleine, feste Brust einer hellhäutigen schlanken Frau, die Brüste eines jungen Mädchens. Wie die Eier eines Mannes, wenn er erregt ist, nicht so hart wie kurz vor dem Höhepunkt, sondern weicher und doch prall.

Ich habe Mozzarella gerne in der Hand, ich könnte ihn ein bisschen drücken und streicheln und meinen Phantasien nachhängen, während ich die Crostini zubereite. Und das ist doch die wirklich wichtige Einstimmung auf einen erotischen Abend, oder? Und wenn der warme, leicht geschmolzene Mozzarella dann auf meiner Zunge zergeht, dann denke ich einfach noch ein bisschen zurück an die Assoziationen, die sich einstellten, als ich die weiße Kugel in der Hand wog.

So, jetzt habe ich wirklich lang genug gewartet und mit knapp über 200 Teilnehmern ist das Umfrageergebnis inzwischen doch recht aussagekräftig. Thema war, zu welcher Tageszeit meine Leser am meisten Lust auf Sex haben.

Interessant ist tatsächlich, dass mit knapp 30 Prozent “morgens” gewonnen hat. Und das, obwohl ich mich erinnere, dass die Morgenlatte angeblich andere Ursachen als Lust haben soll. ;-) Zumindest nicht immer oder nicht ausschließlich, scheint es.

Einiges dahinter, aber gleichauf liegen mit jeweils 20 % dann der Nachmittag und Abend, die ja auch meine persönlichen Favoriten sind. Es folgen nachts (13 %), vormittags (11%) und mittags (10%). Und der ein oder andere kann und will bestimmt auch immer.

ellen interessiert mal was. Es geht darum, wann, also zu welcher Tageszeit, ihr am meisten Lust auf Sex habt. Irgendwie macht man es ja doch ganz oft, wenn man ohnehin schon im Bett ist (also abends/nachts), oder? Oder morgens, wenn man Zeit dazu hat und ausschlafen könnte… Wenn das bei euch sowieso schon anders ist, dann könnt ihr das gerne in den Kommentaren erklären. Bei ellen ist das jedenfalls so. Allerdings hat sie festgestellt, dass sie oft nachmittags am meisten Lust hat, irgendwann um drei oder vier Uhr und dass die Lust gegen Abend eher ein bisschen nachlässt, wenn Müdigkeit dazukommt etc… Also wird sie gleich mal für nachmittags abstimmen.

Und bei euch so?  Überhaupt wünscht sich ellen ein klein wenig mehr Kommunikation mit ihren Lesern, denn laut Statistiken wird hier zwar fleißig gelesen, kommentiert wird aber insgesamt höchst selten. Hier also die Gelegenheit für jeden Leser, völlig anonym mal seine Meinung hier im Blog zu sagen. ellen freut sich auf eure Teilnahme (und ergänzenden Kommentare!?) und ist gespannt auf das Ergebnis.

Achja: Mehrfachantworten sind natürlich möglich! Und gerne auch auf den share-Button klicken und die Umfrage weiterverbreiten! :-)

Erotische Menüs

Erotische Vorspeisen: Crostini mit Tomaten, Mozzarella und Pesto

Erotische Hauptspeisen: Nudeln mit Puttanesca oder Hurensauce

Erotische Nachspeisen: Crostata mit Pflaumen

Kochen und Essen haben viel mit Sex zu tun, das haben wir ja hier unter dem Titel Erotische Rezepte schon geklärt. Liebe und Lust gehen durch den Magen und so. ellen jedenfalls kocht sehr gerne und noch lieber mit der Aussicht auf eine Nachspeise nach der Nachspeise. Kochen ist ein sinnliches Erlebnis und wenn man sich darauf freut, nach dem Essen Sex mit demjenigen zu haben, für den man gekocht hat, wenn das Essen der Verführung dient, dann wird das Zubereiten der Speisen ja regelrecht zu einem Vorspiel. Man kann beim Kochen auf die anregendsten Phantasien kommen, wenn man davor schon ein bisschen eingestimmt und angeheizt ist. Verschiedene Zutaten können einen durchaus auf erotische Gedanken bringen. Und wer hindert einen denn, zum Kochen schonmal einen Aperitif zu nehmen und währenddessen seinen versauten Gedanken nachzuhängen? Dann wird Kochen zu einer Vorbereitung voller Vorfreude auf das, was folgen wird, zu einem Vorspiel und das Essen hat bestimmt mehr Aussicht, seine verführerischen Absichten zu erreichen.

Was kocht man nun für das Opfer seiner Verführungsversuche? Vielleicht sogar bei der ersten Verabredung bzw. bei der ersten Einladung nach Hause? Klar kann man raffinierte und komplizierte fünf Gänge auftischen, die einen ein halbes Vermögen gekostet haben. Bloß: wenn die Verführung dann nicht gelingen sollte oder etwa doch gelingt, sich der/die Bekochte aber dann als miserable/r Liebhaber/in erweist? Dann ist die Enttäuschung ja wohl doppelt so groß. Außerdem bleibt bei einem solchen Küchenmarathon viel zu wenig Zeit für die eigenen erotischen Gedankenspiele des Kochs bzw. der Köchin, wenn dann doch alles schnell gehen muss. Ganz zu schweigen von der Vorbereitungszeit, die man nicht nur ins Essen, sondern auch ins eigene Erscheinungsbild investieren sollte. Was nützt ein perfektes Menü, wenn der Kochende dann ungeduscht, unansehnlich und mit den Nerven völlig fertig ist? Eben!

Deshalb schlägt ellen ein eher schlichtes aber eben schmackhaftes Drei-Gänge-Menü für ein erotisches Essen vor. Einfache aber gute Zutaten, lecker kombiniert, selbst geschnippelt und gedünstet, anregende Handarbeit mit einem schmackhaften und auch noch gesunden Ergebnis. Man kann sich beim Kochen seinen Fantasien hingeben, weil man genug Zeit hat, und außerdem die Dusche und sonstige Körperpflege auch nicht zu kurz kommen lassen.

Und bei den Zutaten kommen dann ja auch die sogenannten Aphrodisiaka ins Spiel, also Zutaten, die beim Genuss des Essens anregend oder gar erregend wirken sollen. Das bekannteste angebliche Aphrodisiakum ist wohl die berühmte Auster, allerdings steht da ja nun wirklich nicht jede/r drauf und bei der Wirkung kann man sich auch nicht so sicher sein. Andererseits gibt es aber auch noch etwas abseitigere Zutaten, die aphrodisierend wirken sollen, etwa Muskat (also das Gewürz Muskatnuss) oder auch Petersilie. Nunja. Man fragt sich, in welchen Mengen man das essen soll, um eine Wirkung zu bemerken. Einfacher ist es da schon mit durchblutenden Gewürzen, denn da ist der gewünschte Effekt klar: gut durchblutete Mösen oder Schwänze lieben einfach besser. Also immer gut mit Pfeffer oder Chili würzen oder auch Ingwer verwenden, das kann kaum schief gehen.

Obwohl sich ellen recht sicher ist, dass es weniger auf diese angeblichen Aphrodisiaka als um eine liebevolle, quasi zärtliche Zubereitung und eine ansprechende Präsentation geht, die dann beim Essen auch fühlbar wird. Es kann ja nicht ohne Wirkung bleiben, wenn der Koch oder die Köchin alle Zutaten zärtlich in der Hand hatte, liebevoll verarbeitet und vielleicht sogar schonmal zweckentfremdet hat. Also sollte man die Zutaten nicht nur danach auswählen, ob sie angeblich Aphrodisiaka sind, sondern vor allem danach, ob man sie selbst liebt, ob sie die eigene Phantasie anregen, man sie gerne verkocht. Was spricht denn dagegen, eine Karotte schonmal am eigenen Leib auszuprobieren? Danach kann man sie schälen und wer weiß, ob eine solchermaßen vorbereitete Karotte nicht viel anregender wirkt als alle Austern dieser Welt.

Nach und nach sollen hier also ein paar Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen vorgestellt werden, die man dann individuell zu einem entspannten und erregenden Menue zusammenstellen kann. Dabei liegt der Schwerpunkt aus oben genannten Gründen auf einer einfachen und recht schnellen Zubereitung und auf der Auswahl von so oder so anregenden Zutaten.

ellen wünscht jedenfalls schonmal guten Appetit bei euren erotischen Menüs und einen gepfefferten Nachtisch.

Tauchgang

hinab
Deiner finger kuppeln gleiten,
Meiner rückenkuhle folgend,
Deine hände fächern über
Meine haut, bis
Ich nicht mehr weiß wie viele
Du hast, bis sie sich schließen um
Meine hinterbacken und
Deine zunge tauchen geht
dazwischen.

Mitten in dem erotischen Roman (autobiographisch und pornographisch), den ellen gerade liest, findet man das Rezept zu einer ‘Crostata’, also einem italienischen Mürbeteig-Frucht-Kuchen. Komisch, oder? Die Erklärung ist aber ganz einfach: die Erzählerin Michelle behauptet, dass man mit diesem Rezept einfach jeden herumbekommen könne. Und das passt ja gut zu ellens Theorie, dass Sex und Essen stark zusammenhängen. Also will ellen euch dieses ultimative, aphrodisierende und wirklich sehr köstliche Kuchen-Rezept nicht vorenthalten:

Teig:

250 g Mehl, 50 g gemahlene Mandeln, 150 g kalte Butter (direkt aus dem Kühlschrank und in Stücke geschnitten), 80 g Puderzucker, 1 ganzes Ei und 1 Eigelb, 1 Prise Salz, abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone

Alles zusammen zu einem Teig verkneten (mit den Händen, erst in der Schüssel, dann auf der Arbeitsfläche), daraus eine Kugel formen und in Folie verpackt in den Kühlschrank geben, mindestens eine Stunde dort drinlassen (besser noch 6 Stunden, der Teig hält sich dort auch bis zu 3 Tage). Danach 3/4 des Teiges auf der bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen Frischhaltefolie rund ausrollen, so dass der ‘Teigfladen’ etwas größer ist als die runde Form, die man zu benutzen gedenkt, Form buttern, Teig geschickt hineingeben und damit auch einen 2-3 cm hohen Rand ‘bauen’. Die Form samt Teig stellt man wieder in den Kühlschrank, genauso das restliche 1/4 des Teiges.

Füllung:

500 g Frucht (ohne Kerne etc. wiegen und in Stücke teilen), Saft von 1 Zitrone, ca. 100 g brauner Zucker (je nach Fruchtsorte) zusammen ca. 40 min im Topf einköcheln lassen, bis die Konsistenz marmeladenartig ist. Wenn es zu flüssig bleibt, 2 TL Speisestärke in etwas Flüssigkeit anrühren (damit nichts klumpt) und dann unter die Fruchtmasse rühren.

Basteln und Backen:

Den Kuchenboden noch mehrmals mit einer Gabel einstechen, dann die Fruchtfüllung darauf verteilen. Das restliche Viertel des Teiges ausrollen, in Streifen schneiden und gitterartig auf den Kuchen legen (wie bei einer Linzer Torte), den Rand (wenn er über die Füllung ragt, noch ein wenig nach unten drücken). Ein Eigelb mit 2 EL Milch verrühren und auf die Teigstreifen pinseln. Kuchen in den auf 200 Grad vorgeheizte Backofen geben und ca. 40 Minuten backen, bis er durch und schön braun ist. Dann sieht er ungefähr so aus:

Klingt alles ein wenig kompliziert, aber eigentlich ist es das gar nicht. Einfach mal ausprobieren! Man mag natürlich dennoch fragen, warum ellen euch das hier als erotisches Rezept präsentiert. Einerseits kann man den Kuchen sehr gut mit Pflaumen machen. Gut sind zwar auch Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen oder Himbeeren, aber bei ‘Pflaume’ wären wir ja wieder bei einer sehr schönen Wortwahl für weibliche Geschlechtsteile. Hier also keine aphrodisierenden Zutaten, dafür aber durch die Pflaumen sexy. Oder man nimmt eben Feigen, das kommt ja aufs selbe raus. ;-)

Und wie kommt die Michelle aus ellens pornographischem Roman nun an dieses Rezept? Michelles Lebensphilosophie ist es, Herrin über sich und ihren Körper zu sein, lasziv und sachlich, intelligent und herzlich, die Lust in den Körpern der anderen zu suchen und ihren Körper darzubieten, um Lust zu verschaffen. Die Siebzehnjährige jobbt in einer Konditorei und wirft sich nach einer Weile dem sehr hübschen Konditor Alex an den Hals, weil sie große Lust hat, es mit ihm dort in der Konditorei “zwischen Puderzucker und Tortencreme” zu treiben.

Sie versteckt sich also nackt im Umkleideraum bis Alex auch kommt und als dieser gerade die Arbeitshose auszieht, umarmt sie ihn, küsst ihn, drängt sich an ihn. Alex lässt das geschehen, bleibt aber seltsam unbeteiligt, auch als Michelle nach seinem Schwanz greift, ist der ganz schlaff. Sie fragt ihn, schon ein wenig erbost, ob sie ihm denn nicht gefalle und Alex gesteht, dass er gerade zum ersten Mal eine Frau küsst: er ist schwul. Nach einer peinlichen Pause müssen beide lachen und erzählen sich, dass sie jeweils mit vielen Männern schlafen (Michelle sagt, sie ficke so oft sie könne). Sie berühren und streicheln sich noch ein bisschen gegenseitig, aber nur aus Neugier, Zärtlichkeit.

Und Alex rät ihr dann: wenn er jemanden treffe, den er will und der nichts von ihm will, dann mache er einen Kuchen, eine Torte, eine Süßspeise für ihn und dann liebe der ihn sofort. Und er bringt Michelle bei, die Crostata nach obigem Rezept zuzubereiten, das Rezept, mit dem man jeden verführen kann. ellen gibt zu, dass dies kein Gericht ist, das man auf dem Körper verteilen und ablecken kann, auch keines, das man sich irgendwo hinstecken kann und auch keines mit erotisierenden Zutaten. Die gibt es dann das nächste Mal. Aber es ist ein Rezept für den Anfang, wenn ihr jemanden erst noch ins Bett bekommen wollt. Also viel Erfolg dabei!

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