Tag Archive: Porno


Ich habe ja schonmal den Blog erotica – Erotisches aus der Sicht einer Frau gelobt [Nachtrag: dieses Blog scheint es nicht mehr zu geben], auf dem es immer noch und immer wieder wunderschöne erotische und teils durchaus auch pornographische Bilder zu sehen gibt. Beim Herumstöbern bin ich jetzt auf drei weitere solcher Blogs gestoßen, die stilvolle erotische Fotos veröffentlichen: einerseits der Blog twofaces, auf dem jeden Tag mindestens ein Photo eingestellt wird, andererseits ist da die Seite syntheticpubes, auf der sehr, sehr fleißig sexy Bilder veröffentlicht werden. Und dann ist da auch noch die Seite drei, wo nicht ganz so regelmäßig, aber immer wieder von einer Frau ausgewählte Fotos zu sehen sind. Wie gesagt, alle sehr empfehlenswert und anregend.

Viel Spaß beim Betrachten und einen angeregten Abend wünscht
ellen

In Handschellen

Kleine Entdeckung am Rande, ein sehr hübsches Filmchen:

http://www.lustcinema.com/video/Handcuffs/

via Sex-and-Blogs

Und wer sich noch weiter über Filme informieren mag, die vielleicht auch Frauen ansprechen (obwohl man noch darüber streiten könnte, ob/welche/wie viele Frauen von “normalen” Pornos nicht angesprochen werden), der schaue sich hier um.

Hier mal einige Links zu Erotischem zum Hören und/oder Sehen, das mir so im www über den Weg gelaufen ist:

Vor kurzem habe ich den wunderbaren Blog und Podcast des Schriftstellers Martin Auer, unter anderem auch zu seinem Buch “Hurentaxi” entdeckt. Inzwischen gibt es das Buch “Aus dem Leben der Callgirls” auch als Hörbuch und der Autor liest es mit schön tiefer Stimme und mit einem wunderbaren österreichischen Akzent. Was ich bisher gehört habe, ist nicht unbedingt erotisch im eigentlichen Sinne, aber sehr interessant, informativ, authentisch, teils amüsant, teils bedrückend. Ich werde dort sicher noch viel stöbern und hören und empfehle euch, dasselbe zu tun!

Sex zum Sehen, das heißt (mich) sehr ansprechende Fotos gibt es immer wieder im Blog Erotica, Untertitel: “Erotisches aus der Sicht einer Frau”. Die Photos, die die Dame auswählt, gefallen mir immer, sind sehr schön anzusehen, anregend, erregend, dabei aber nie geschmacklos. Lohnt sich also ebenfalls, dort vorbeizuschauen!

Und dann habe ich auch noch einen heißen Link auf einen Blog, in dem man Sex sehen und hören kann: Garm’s Kiss. Schon die Header-Grafik ist ja einen Link wert, aber neben erotischen Bildern macht der Herr Blogger auch immer wieder wunderbare Videoclips zu guter Musik, kleine Kunstwerke aus Pornoschnipseln, die mit den Rhythmen harmonieren. Schon auf den ersten Blick war ich davon begeistert, besonders und nachhaltig bin ich es von dem sexy Clip “Der Traum des Kaisa Blum”, der nach eigenen Worten “more rough and tough” ist. Nicht meine Musik, aber dafür wirklich überzeugende Bilder. Es lohnt sich auch, im Archiv zu stöbern. Die kleinen Videos kann man auch immer über rapidshare herunterladen und dann wieder und wieder ansehen, ein toller Service! ;-)

Und wer auch mal auf “banalere” Erotik ganz ohne Kunst steht, aber keine Zeit hat, selbst nach ansprechenden Videos zu suchen, der wird vielleicht im Pornoblog fündig. Der Herr hatte mehrere einschlägige Videoportale durchforstet und bisher recht anständig Unanständiges ausgegraben, finde ich. Leider schweigt er seit Weihnachten, ich hoffe, das ändert sich wieder.

Ach ja, für alle Herren der Schöpfung findet sich hier auch eine recht anschauliche “Nachhilfe” zum Thema Cunnilingus, auch als Möse-Lecken oder Pussy-Eating bekannt, das kann man ja nie gut genug lernen, oder? ;-) Und für die Damen könnte es wahrscheinlich auch ganz anregend sein…

Na denn, viel Spaß beim Surfen und allem weiteren wünscht
ellen

Hier mal zwei mehr oder minder erotische Netzfunde. Auf den ersten bin ich in Sigrid Neudeckers Zeit-Blog gestoßen, wo sie berichtet, dass die Zeitschrift Playgirl nun auch in den USA wegen mangelnden Interesses eingestellt wird. Sie verlinkt außerdem auf blackdogue, der Photos von Playgirl-Modellen eingescannt und auf seiner Seite zur Verfügung gestellt hat. Und da versteht man langsam (auch wenn man mitbedenkt, dass die Bilder ja schon etwas älter sind), warum Playgirl kein dauerhafter Erfolg beschieden war.

Doch, da sind durchaus einige gutaussehende Männer dabei, aber meistens doch recht brav. Manchmal, manchmal bekommt man immerhin eine mehr oder minder prächtige Erektion zu sehen, wie hier, hier, hier (wie kann man sich denn McAnnally nennen???), hier, hier und hier. Bei den Benson Twins kann man dann sehen, dass auch (in schlaffem Zustand) kleine Schwänze zu einer ganz ansehnlichen Größe wachsen können. Und auch der Pornostar Rocco Siffredi wurde nicht vergessen.

Nur, obwohl da durchaus sexy Jungs zu sehen sind: irgendwie wirkt das Ganze doch eher lächerlich. Mag sein, dass es auch nur an den Posen liegt, die die Männer auf den Fotos einnehmen, oder auch, dass sie fotografiert werden, wie man es sonst von nackten Frauen kennt: in Unterwäsche oder im Bademantel, im Whirlpool, in der Badewanne mit Schaumbad, sich unter der Dusche einseifend, sich am Strand räkelnd oder mit Werkzeug hantierend. Das alles wirkt unheimlich künstlich, unpassend und so gar nicht erotisch. Sondern ziemlich komisch.

Der Höhepunkt des Ganzen ist dann – wie auch Sigrid Neudecker festgestellt hat – ein Hängemattenfoto von John Holliday:

Ist das Absicht? Also Parodie, Satire? Und dann dieser wilde Blick dazu! Ich finde dieses Photo einfach nur zum laut loslachen! Sehr, sehr schön! Aber wie gesagt, auch viele andere Bilder bei blackdogue sind einen Besuch wert! Und auch manche Namen muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen (z.B. LeCocq).

[Nachtrag: richtig schöne, erotische Fotos von nackten Männer gibt es dafür im Blog "Naked men, happy women" zu sehen!]

Wenn wir schon bei nackten Männern sind, dann hier noch ein kleiner Netzfund, den ich dem zornigenmarkus verdanke: bei flashmap.com gibt es verschiedene ‘Karten’ des männlichen und weiblichen Körpers und dazugehörige ‘studies of desire’. So enstehen quasi Landkarten der Lust. Es geht darum, wo wir gerne angefasst werden und wo wir gerne anfassen. Hier werden die Bereiche, die wir gerne berührt haben, größer dargestellt, so dass sich dann eine verzerrte Darstellung des Körpers ergibt. Allerdings ist das wenig überraschend und auch bei der Einstellung ‘Mann von vorn’ nur ein klein bisschen spannend. Wenn, dann müsste man doch da eine Erektion sehen, oder? ;-)

Da kann man dann aber z.B. vergleichen, dass Männer wohl deutlich weniger gern an der Brust oder am Po berührt werden, als sie von ihren Partnern oder Partnerinnen dort gestreichelt werden (Veränderung über ‘Be touched / Touch’). Warum wollen die Partner der Frauen aber deren rechte Brust lieber anfassen als die linke? Das finde ich etwas rätselhaft. Auf der skin-to-skin-Karte kann man eigentlich nochmal das Selbe sehen, außer dass die gern berührten Bereiche nicht vergrößert, sondern leuchtender markiert sind, etwa so:

Aha, das ist ja was ganz Neues. Aber süß, das leuchtende Schwanzerl, oder? Auch hier kann man dann Vergleiche anstellen, wenn man zwei Bilder anklickt und das Ergebnis ist das selbe wie oben skizziert. Und auch Frauen werden offensichtlich weniger gern an den Brüsten angefasst, als Männer das glauben. Also sind sie fast genauso mösenfixiert wie Männer schwanzfixiert.

Auf der Seite gibt es ausserdem verschiedene weibliche Brustformen und -farben zu sehen, genauso wie Varianten männlicher Brustbehaarung, also die Muster, die rund um die Brustwarzen bei Männern so gebildet werden. Die Frauenbrüste kann man dann nach unterschiedlichen Kriterien sortieren. Wozu das gut sein soll, ist mir allerdings total unklar. Habt ihr irgendwelche Ideen?

Und ausserdem: wie seriös diese ganzen Umfrage zur Erstellung der Karten war, das hinterfragen wir lieber mal nicht.

Mein Sexshop in Venedig

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an. Der vorherige und erste Teil ist hier zu finden.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei meinem Plan, einen Sexshop in Venedig zu eröffnen und bei meiner Phantasie, wie mich ein vierzigjähriger, attraktiver Mann aus Venedigs Hocharistokratie in meinem Shop aufsucht, mit stechend blauen Augen, angegrautem schwarzen Haar und durchtrainiertem Körper und nach einem für ihn passenden Penisring fragt, aber bitte in ‘seiner’ Größe.

Ich sehe ihn fragend an, aber er weist nur auf das kleine Extra-Zimmer, das ich in meinem Sexshop eingerichtet habe und bittet mich hinein. Obwohl ich sonst so frech bin, sehe ich ihm jetzt nur stumm dabei zu, wie er langsam und ganz entspannt Jackett, Schuhe, Hose und Unterhose auszieht und seinen Schwanz, der teilweise von seinem weißen Hemd überdeckt wird, mit schnellen Bewegungen zu seiner vollen Größe reibt. Jetzt weiß ich auch, was er damit meinte, als er sagte, er brauche einen Penisring in ‘seiner Größe’. Er bittet mich, den Umfang zu messen, natürlich hängt ein Maßband in meinem Separée und so lege ich Hand an.

Sein Schwanz ist jetzt ganz steif und wirklich sehr groß und sanft lege ich das Maßband um seine Peniswurzel. Ich halte das Maßband fest, die Finger an der Unterseite seines Schwanzes und bücke mich, um die Centimeter abzulesen. Ich schüttle den Kopf, nein, einen so großen Durchmesser hätte ich aus Metall nicht vorrätig, vielleicht könnte ich einen solchen Penisring bestellen? Allerdings hätte ich welche aus Silikon, ich hätte damit keine Erfahrung, aber vielleicht dehnten die sich ja auch auf seinen großen Umfang. Er nickt mir von oben lächelnd zu und bei diesem spannungsgeladenen, erregenden Blickwechsel kann ich nicht widerstehen, ich lasse das Maßband los und muß seinen Schwanz in meine Hand nehmen, muss versuchen ihn zu umfassen.

Er fühlt sich so gut an, wie er schwer und warm in meiner Hand liegt, ich muss ihn weiter halten und greife jetzt mit der anderen Hand nach seiner Vorhaut, die sich schon größtenteils von der Eichel zurückgeschoben hat, ich spüre diesen prallen und doch anschmiegsamen Schwanz und beginne langsam zu reiben. Kurz blicke ich zu ihm, er strahlt mich an, ganz offen und selbstsicher und sagt dann: “Um den Silikon-Ring zu testen, müssen wir meinen Schwanz sowieso erst wieder klein bekommen. Aber Sie werden ihn nicht in Ihren Mund nehmen können, oder?”

Ich grinse zurück, er scheint mich ganz gut einschätzen zu können, denn mit dieser Bemerkung hat er meinen Ehrgeiz geweckt. Seinen Schwanz noch immer in meinen Händen haltend, knie mich vor ihn auf den Boden, meine Finger wandern über seinen Schaft und streicheln über seine dicht behaarten Eier, die groß und fest sind. Mit beiden Händen umfasse ich Eier und Peniswurzel und berühre erstmal prüfend mit der Zunge seine Glans, lecke mit der Zunge leicht über den Schlitz und dann rund herum um seine Eichel. Dann erst nehme ich sie vorsichtig zwischen meine Lippen, erstmal nur bis zur zurückgeschobenen Vorhaut und sauge ein wenig an seinem Schwanz.

Er stöhnt leise auf, als ich immer noch saugend versuche, mehr von seinem großen Schwanz in meinen Mund zu nehmen. Ich bin nicht ungeübt darin, ich weiß, wie ich es machen muss, um keinen Würgereiz auszulösen, aber ich komme gerade bis zur Hälfte seines Schwanzes, weiter geht es einfach nicht. Aber ich will, ich will ihn unbedingt ganz in meinem Mund haben. Also stehe ich auf und bitte ihn, sich auf die mit dem roten Laken bezogene Liege zu legen, auf die Seite und lege mich zu ihm, etwas tiefer, so dass sein Schwanz vor meinem Mund ist. Ich weiß, dass es in dieser Position für mich viel einfacher ist, einen Schwanz ganz aufzunehmen und beginne das Experiment.

Meine Hände spielen mit seinen Eiern oder greifen nach seiner Peniswurzel, während ich meine Lippen über seinen Schwanz stülpe, noch ein bisschen mit seiner Eichel spiele, lecke und lutsche und sie sehr schnell mit der Zungenspitze kitzle, dann sauge ich seinen Schwanz tiefer in meinen Mund. Ich komme zur Hälfte, schließe die Lippen etwas fester um seinen Schaft und gleite so wieder nach oben, schiebe mich wieder nach unten, sein Schwanz verschwindet einige Zentimeter weiter in meinem Mund, nach oben und meine Hände immer an seinen Eiern, die fester werden und kleiner und ich höre ihn atmen und wieder sind es ein paar Zentimeter mehr, die ich ihn verschlucke und wieder stöhnt er und meine Hände schließen sich um den Ansatz seines dicken Schwanzes, als meine Lippen nach oben gleiten und meine Lippen treffen jetzt die Hände, die seine Peniswurzel langsam frei geben, je weiter sich mein Mund über seinen Penis stülpt und weiter und weiter und er stöhnt und jetzt, jetzt ist sein Schwanz ganz in mir, meine Hände sind wieder an seinen Eiern, die fast in seinem Körper zu verschwinden scheinen, so ziehen sie sich zusammen und ich lasse seinen Schwanz tief in meinem Mund und sauge nur und sauge und der Herr aus dem Hochadel stöhnt auf und kommt und spritzt mir sein Sperma tief in den Mund, während ich seine Eier zucken fühle.

Ich schlucke und genieße den süßlichen Spermageschmack und lecke und sauge noch ein wenig an seinem Schwanz, bis er zu zucken aufhört. Dann sehe ich ihn grinsend an und er nickt mir noch stark atmend, aber lächelnd und anerkennend zu. Ich sage ihm, dass ich mir den Umfang seines Schwanzes sehr gut gemerkt hätte und mich erkundigen würde, wo ich einen Penisring in ‘seiner Größe’ bestellen könne. Er zieht sich an und sagt, er werde wiederkommen und nachfragen.

So stelle ich mir das also vor in meinem superschicken, sexy Sexshop, den alle Kunden zufrieden verlassen würden: die Frauen mit dem passenden Dildo oder Vibrator, die Männer mit dem richtigen Penisring, die Paare mit vielen Ideen, wie sie ihr Spielzeug aneinander testen können und sich gegenseitig verführen und verwöhnen. Und alle gingen sie mit einem zufriedenen breiten Grinsen aus meinem Laden.

Ja, ich bin völlig vom Thema abgekommen. Aber was ich noch sagen wollte: überrasche mich bitte nie mit einer längeren Reise nach Venedig, solange es dort noch keinen Sexshop gibt! Über Tagesausflüge freue ich mich sehr, aber bitte nicht länger, längere Aufenthalte in einer Stadt ohne Sexshop ertrage ich einfach nicht und auch Du würdest es nicht mit mir aushalten. So weit, so gut und Du weißt ja, dass ich auf der Reise, auf der wir uns kennenlernten nicht in Venedig war. Ich war in Paris, das vor Lust und Liebe und Sex nur so strotzt, die perfekte Stadt für einen längeren Aufenthalt mit mir. Aber wie das war und was ich dort gemacht habe, bevor ich Dich traf, das verrate ich dann beim nächsten Mal.

Kein Sexshop in Venedig

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an.

Okay, Du hast mich gefragt, wie der Urlaub war, den ich gemacht habe, bevor wir uns kennenlernten, auf dessen Rückreise wir uns kennenlernten, wo ich war und was ich getan habe. Jetzt bist Du wieder weg und ich denke an Dich und schreibe es Dir, wieso nicht.

Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten, Urlaubsorte auszusuchen: ob man ans Meer oder in die Berge, in die Stadt oder aufs Land will oder ob man eher Abenteuer oder Ruhe sucht. Ich aber suche meine Urlaubsorte danach aus, ob es dort einen guten Sexshop gibt. Erstens hat man dann schon einmal etwas zu sehen, es wird nicht langweilig, selbst wenn die Stadt trostlos oder die Bekannten, die man besucht, unausstehlich sind. Zweitens aber ist der schreckliche Notfall abgewendet, dass ich meinen Vibrator vergessen habe und an jenem Ort keinen neuen bekommen kann. Denn ich ohne Vibrator, das ist anstrengend, was sage ich, das ist völlig nervenaufreibend, aber sicher kein Urlaub.

Paris etwa eignet sich ohne weiteres. Oder Rom oder natürlich Berlin und Hamburg erst recht. In Venedig zum Beispiel gibt es aber keinen einzigen Sexshop. Man fragt sich, warum eigentlich, in dieser Stadt der Liebe, der Heiratsanträge und Hochzeitsreisen. Es gibt einige Sexshops auf dem Festland, in Mestre, in Chioggia oder Marghera, aber auf der wunderschönen Insel, deren Umriss einem Fisch gleicht, dort wo Touristenströme sich an manchen Stellen fast tottreten, dort gibt es keinen. Außerdem heißen Sex-Shops in Italien natürlich nicht ‘Sex Shop’, sondern ‘Sexy Shop’, warum auch immer, als sei der Laden selbst ‘sexy’, was aber nur sehr selten der Fall ist.

Wenn das mit meinem Studium nichts werden sollte und mir gar nichts anderes einfällt, werde ich jedenfalls einen eröffnen, einen Sexy-Shop in Venedig, der wirklich sexy wäre. Es ist ja nicht einzusehen, warum ein Paar vor oder kurz nach der Hochzeit in Venedig nicht einmal auf die Idee kommen sollte, sich das Sexleben ein wenig zu versüßen, zu variieren, Neues zu entdecken. Das ist doch mehr als naheliegend! Ganz abgesehen von all den armen Venezianern, die bisher ohne auskommen müssen. Der Altersdurchschnitt dort steigt ja, also gibt es auch immer mehr alte Witwen und Witwer, die sicherlich ein wenig Abwechslung in ihrem einsamen Liebesleben vertragen könnten.

Ich halte das mit dem Sexshop in Venedig für einen ausgezeichneten Plan und stelle mir schon vor, wie ich meinen Laden im Erdgeschoss eines alten Palazzos mit wahnsinnig hohen Decken, dunkelroten schweren Vorhängen vor den Fenstern, die direkt auf den Canal Grande gehen, so einrichte. Ein dunkelroter, dicker Teppich, der alle Geräusche schluckt, ein Kronleuchter aus Murano mit tausend glitzernden Glaskristallen, ein wenig goldener Stuck an der Decke. Und ich stelle mir vor, wie ich eine dunkelrote Gondel zur Werbefahrt ausstatte, mit einem unverschämt gutaussehenden Gondoliere, unter dessen anliegendem, gestreiften Shirt sich die Muskeln abzeichneten. Der würde dann Liebespaare direkt von den Gassen Venedigs in meine Lusthöhle entführen oder im Sommer auch mal mit ihnen in die Lagune hinausrudern, damit sie sich dort unter freiem Himmel mit ihren Neuerwerbungen aus meinem Shop vergnügen könnten.

Ich stelle mir vor, wie die dunkelrote Gondel inmitten der abendlich dunkelblauen, einsamen Lagune schaukelt, ein Paar sich lachend Dildos in die Öffnungen schiebt und Vibratoren an empfindlichste Stellen hält, während mein schöner Gondoliere, der schon alles gesehen hat, lächelnd in die Ferne blickt. Das ist doch ein schönes Bild, oder? Oder wie sich mein Gondoliere in Ausnahmefällen beteiligt, wenn er und meine Kunden Lust haben und wie er dann in der Gondel steht, das Ruder immer in der Hand und die Frau vor ihm kniet und ihm seinen schlanken, langen Schwanz bläst, während ihr Freund sie von hinten fickt und den neuen Vibrator an ihre Klitoris hält, bis sie ihre Schreie über die weite Lagune schicken und damit die Seevögel erschrecken.

Außerdem hätte ich in meinem Sexshop einen kleinen Extra-Raum auf der Seite, ein Separée, in dem jedes Spielzeug zuerst getestet werden kann, bevor es gekauft wird. Auch zu zweit. Dann hätte ich jedenfalls keine Probleme mit all den Leuten, die es für eine notwendige Erfahrung halten, es in den engen, hässlichen Kabinen der gewöhnlichen Sexshops heimlich zu machen. Nein, bei mir wäre das völlig in Ordnung, der Raum groß genug, mit Stuhl und einer Liege. Das lustvolle Stöhnen, das aus diesem absichtlich schlecht isolierten Raum in meinen Laden dringen würde, wäre sicher eine starke Kaufanregung für andere Kunden und würde meinen Laden schnell bekannt machen. Vielleicht hätte ich eine kleine Kamera in dem Raum versteckt und würde mir nach Feierabend ansehen, was meine Kunden im Separée getrieben hätten, wie sie sich geliebt und gespielt hätten.

Bekannt wäre ich außerdem für meine ausgezeichnete Beratung: die alte Contessa aus dem venezianischen Hochadel, die ebenfalls einen Palazzo am Canal Grande besitzt, würde den versteckten Hintereingang in einer kleinen Gasse benutzen, ich würde ihr jeden Wunsch von den Lippen lesen und sie könnte mit meiner absoluten Diskretion rechnen. Ich würde niemandem verraten, dass sie auf riesige, schwarze, geäderte Dildos steht und sich am liebsten Schwulen-Pornos ansieht.

Den Frauen würde ich nur die besten Vibratoren anbieten, sortiert nach der gewünschten Vibrationsstärke, in den ausgefallensten Formen und Farben und sie könnten in meinem Extra-Zimmer jeden Dildo ersteinmal in ihre feuchte Spalte stecken, um die richtige Größe zu finden. Gerne würde ich sie dabei auch begleiten und ihnen behilflich sein, wenn sie dies wünschten: die jungen Frauen würde ich langsam entkleiden, nur ihre hochhackigen Schuhe dürften sie anbehalten, dann würde ich niederknien und sie lecken, meine Zunge über ihre Klitoris fahren lassen und in ihre Mösen stecken, flink und zart, bis sie feucht genug wären.

Dann dürften sie sich auf die mit dem frischen dunkelroten Laken bezogene Liege legen und ich würde sie sanft mit den Dildos aus meinem Sortiment ficken: ich würde mit dem kleinsten, dünnsten beginnen, den ich noch vorsichtig in ihre nasse Muschi stecke, nur sanft hinein- und herausgleiten lasse. Dann würde ich wechseln, zu größeren, dickeren, bis ich merke, dass einer meine Kundin ganz ausfüllt, dass er sich anschmiegt an das Innere ihrer triefenden Vagina, dass er wie für sie geschaffen ist, genau die Größe und Dicke, die sie braucht. Erst dann würde ich die Stöße mit diesem Dildo etwas beschleunigen, mit entschiedeneren Bewegungen in sie stoßen und mich gleichzeitig über sie beugen und an ihrer Klitoris saugen, bis sie kommt. Sie könnte gar nicht anders, als diesen sorgfältig ausgewählten Dildo zu kaufen.

Auch mit Männern ginge ich natürlich äußerst einfühlsam um: wenn diese ein Geschenk für ihre Frau, Freundin oder Geliebte suchten, dann erbäte ich eine möglichst genau Beschreibung ihres Aussehens, ihrer Vorlieben, ihrer Art zu kommen und am besten ein Foto ihrer geöffneten, gespreizten Mösen, bei denen Lage und Größe der Klitoris gut zu erkennen wäre. Wenn mir ein Mann diese Auskünfte nicht erteilen könnte, dann würde ich ihn zu seiner Partnerin schicken, um zu fragen, um genau zu schauen und zu fotografieren. Und wäre mir so schon sicher, dass die beiden einen unvergesslichen Abend zusammen hätten, wenn sie ihm erklärt und zeigt, wie sie es sich am liebsten selbst macht und er gut zuhört und nachfühlt und nachahmt und Fotos von ihrem feuchten Geschlecht und ihrer erigierten Knospe schießt, ein unvergesslicher Abend für beide, währenddessen und danach.

Sicher würde dieser Mann zurückkommen und nach mehr fragen, wir würden zusammen die Fotos von seiner Freundin begutachten, wir würden gemeinsam davon schwärmen, wie schön das weibliche Geschlecht doch allgemein sei und seine Freundin im Besonderen. Wahrscheinlich würde ich ihm dann einen Vibrator empfehlen und ihn auffordern, seine Partnerin das nächste Mal doch einfach mitzubringen. Oder wir sprächen weiter über seine Phantasien, wir würden weiße, ganz unschuldige Dessous heraussuchen oder ein schwarzes Lederkorsett, einen Analdildo für ihn, Fesseln, eine Augenbinde und eine kleine Peitsche.

Ich stelle mir vor, wie der vierzigjährige Sprössling einer uralten venezianischen Adelsfamilie zu mir kommt, einer dessen Vorfahren mal als Dogen über Venedig herrschten, wie ich mich geehrt fühle durch seinen Besuch und entzündet durch den Blick seiner dunkelblauen Augen. Das schwarze Haar ist an seinen Schläfen schon leicht ergraut, sein Körper schlank und ich wünsche mir nichts so sehr, wie ihm seinen eleganten Anzug vom Körper zu reißen. Ich versuche mit ihm zu plaudern, wir reden über Venedig, das Wetter und die Geschäfte, bis er mich fragt, ob ich einen Penisring für ihn hätte, einen metallenen, aber bitte in ‘seiner’ Größe.

Herrje, ich bin aber auch völlig vom Thema abgekommen. Ich wollte Dir eigentlich schreiben, wie mein Urlaub war, der bevor wir uns kennengelernt haben, der, der gar nicht in Venedig war und von dem wir gemeinsam zurückkehrten. Aber die Phantasie hat mich davongetragen. Und natürlich werde ich Dir auch nicht verheimlichen, was es mit dem gutaussehenden Dogenabkömmling und ‘seiner’ Größe auf sich hat. Aber das verrate ich erst beim nächsten Mal.

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