Tag Archive: Erotischer Roman


Meine Rückkehr

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an. Der vorherige, zweite Teil ist hier zu finden, der erste Teil hier.

Ich soll Dir also verraten, wie meine Reise nach Paris war, bevor wir uns kennengelernt haben. Und jetzt bist Du wieder weg, auf Geschäftsreise, hast mich allein gelassen und ich hasse es. Ich hasse es, alleine zu sein, ich hasse es, ohne Dich zu sein. Und so kann ich Dir nicht von meiner Reise erzählen, sondern muss Dir Briefe schreiben. Ich vermisse Dich, ich vermisse Deinen Geruch, vermisse Deinen Körper, Deine Haut an meiner, Deine Arme, die mich fest an Dich drücken und Deinen Schwanz tief in mir.

Du bist wiedermal weg, ich hasse es und ich schreibe Dir, um Dir ein bisschen näher zu sein. Ich will Dir über Paris schreiben und darüber, was dort geschah bevor wir uns kennenlernten, aber ich stelle mir lieber vor, wie es sein wird, wenn Du wieder zurückkommst. Oder nein, noch lieber stelle ich mir vor, dass stattdessen ich jetzt fort wäre von Dir und Du alleine auf mich wartetest statt umgekehrt. Ich stelle mir vor, ich wäre irgendwo am Meer, irgendwo wo es heiß ist und meine Haut wäre gebräunt und 1109604_sea_stargestrafft und weich vom Baden im Meer und vom dauernden Cremen mit Sonnencreme und After-Sun, ganz streichelzart und schön. Jeden Tag hätte ich mehrmals Creme auf meinem Körper verteilt und dabei an Deine Hände gedacht, die mich streicheln. Und jeden Tag hätte ich mich rasiert, überall, kein Haar an meinem glatten Körper, eine blitzblanke Mädchenmöse.

Ich wäre irgendwo gewesen, wo es einen schönen, möglichst verlassenen Strand, trotzdem aber auch Sexshops in erreichbarer Nähe gegeben hätte, vielleicht in der Nähe von Rom. Tagsüber wäre ich am Strand gelegen oder hätte einen Ausflug in die Stadt gemacht, um die mir noch unbekannten Sexspielzeuge in den Shops anzusehen, und nachts hätte ich mit mir selbst gespielt und mich verwöhnt mit den neuen Dildos und Vibratoren, die ich gekauft hätte, dabei an Dich gedacht, dann wäre ich erschöpft von Sonne und Lust eingeschlafen. Ich stelle mir vor, dass ich mich amüsiert hätte und Du mich vermisst hättest, sehr vermisst hättest, statt umgekehrt, wie jetzt. Du reist nicht zum Vergnügen, aber dennoch hasse ich es und so stelle ich mir vor, dass Du es bist, der darauf warten muss, dass ich wiederkomme.

Wenn ich dann an der Haustür klingle, endlich wieder da, dann stürmst Du schon nach unten, um mich zu umarmen und den Koffer nach oben zu tragen. Und sobald sich die Tür hinter uns schließt, umarmst Du mich wieder und drückst mich so fest an Dich, als wolltest Du mich nie wieder loslassen. Du siehst mir eine Weile prüfend ins Gesicht, dann in die Augen. Dein Mund nähert sich meinem und ich spüre Deine weichen Lippen auf meinen, die Du mit Deiner Zunge sanft öffnest, Du dringst mit Deiner Zunge ein in mich und das ist wie ein Versprechen, das Du später mit Deinem Schwanz erfüllen wirst.

“Du musst bestraft werden,” flüsterst Du und ich nicke, ein klein bisschen lächelnd. Du führst mich ins Schlafzimmer, Du ziehst mich langsam aus, ich spüre Deine Blicke auf meinem Körper, Du legst mich nackt aufs Bett. Eine Handschelle an das rechte Handgelenk und an einen Stab des Bettkopfes, eine Handschelle ans linke Handgelenk und ans Kopfende des Bettes und ich liege da, auf dem Bauch, Dir ausgeliefert. Deine Hände gleiten mit Öl über meinen Rücken, Du greifst nach meinem Körper, als wollest Du ihn Dir zurücknehmen nach meiner Abwesenheit, Du streichelst mich weiter, den Rücken, den Nacken, meine Schenkel, meinen Po und ich stöhne schon, als Deine öligen Finger zwischen meine Schenkel gleiten.

11511653591 “Das ist aber keine Strafe,” flüstere ich und Du erwiderst: “Die kommt schon noch, verlass’ Dich drauf!”. Du machst mich los, mit ernstem Gesicht, drehst mich auf den Rücken und machst meine Hände wieder fest. Eine Augenbinde nimmt mir jetzt den Blick auf das, was Du tust. Aber ich spüre Deine Lippen auf meinen Brüsten, auf meinem Bauch, den sie küssen, Deine Zunge über meine Brustwarzen streifen, die sich steif aufrichten unter einem sanften Biss. Und dann spüre oder ahne ich zumindest die Lederpeitsche, deren Streifen über meinen Körper streifen, langsam und leicht, noch so sanft und ich spüre, wie sich noch mehr Feuchtigkeit in meinem Schoß sammelt, als Du den Peitschenstiel langsam zwischen meine Schenkel, über meine Schamlippen gleiten lässt, zwischen meine Lippen schiebst und mich damit reibst.

Als ich mein Becken hebe, mich gegen den Peitschenstiel drücken will, meine Klitoris an ihm reiben möchte, da nimmst Du ihn mir schon wieder weg. Und wieder die Lederstreifen der Peitsche, die prüfend über meinen vibrierenden Körper streichen. Bis Du den ersten leichten Schlag wagst, auf meine Brüste. Bis ich einen zweiten Schlag spüre, fester, dem ich meine Brüste schon entgegenrecke. Und mehr Schläge, schneller, auf meinen Bauch, meine Schenkel, immer wieder meine Brüste, meine Brustwarzen beginnen zu brennen und ich stöhne, während Du mich bestrafst für meine Abwesenheit. Dann schiebst Du mir plötzlich Deinen Schwanz in den Mund und ich spüre, wie steif er ist, wie er pulsiert, wie gut Dir mein Anblick gefällt, gefesselt unter Deinen Peitschenhieben, mit aufgerichteten Brustwarzen und meinem geöffneten, rasierten Schoß. Ich lecke an Deinem Schwanz, sauge an ihm, will ihn, will ihn ganz, aber wieder entziehst Du ihn mir und es gibt weitere Hiebe auf meinen bloßen Körper, der brennt, und dennoch recke ich mich Deinen Schlägen entgegen, erwarte sie zitternd vor Lust und Verlangen, immer wieder.

Bis ich stöhne: “Ich kann nicht mehr, bitte, bitte steck endlich Deinen Schwanz in mich, fick mich, ich bitte Dich!” Und Du machst mich los, die Handschellen baumeln an meinen Handgelenken, Du nimmst mir die Augenbinde ab und ich sehe das Funkeln in Deinen Augen und Deinen aufgerichteten Schwanz, der mich erwartet. “Komm auf mich”, sagst Du und ich hocke mich über Dich und spüre Deinen Schwanz am Eingang meiner nassen Möse, schiebe Deine Eichel langsam in mich und dann stößt Du zu und fickst mich endlich, endlich, meine geröteten Brüste wippen, ich spüre Dich ganz tief in mir und komme auf Dir, schreiend, erlöst, wieder zu Hause.

Bett und Bild oben sind von Noodles, die Betten im Gefägnisstil verkaufen, an denen man sich besonders gut fesseln kann, also “Jailehousefuck”.

Mein Sexshop in Venedig

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an. Der vorherige und erste Teil ist hier zu finden.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei meinem Plan, einen Sexshop in Venedig zu eröffnen und bei meiner Phantasie, wie mich ein vierzigjähriger, attraktiver Mann aus Venedigs Hocharistokratie in meinem Shop aufsucht, mit stechend blauen Augen, angegrautem schwarzen Haar und durchtrainiertem Körper und nach einem für ihn passenden Penisring fragt, aber bitte in ‘seiner’ Größe.

Ich sehe ihn fragend an, aber er weist nur auf das kleine Extra-Zimmer, das ich in meinem Sexshop eingerichtet habe und bittet mich hinein. Obwohl ich sonst so frech bin, sehe ich ihm jetzt nur stumm dabei zu, wie er langsam und ganz entspannt Jackett, Schuhe, Hose und Unterhose auszieht und seinen Schwanz, der teilweise von seinem weißen Hemd überdeckt wird, mit schnellen Bewegungen zu seiner vollen Größe reibt. Jetzt weiß ich auch, was er damit meinte, als er sagte, er brauche einen Penisring in ‘seiner Größe’. Er bittet mich, den Umfang zu messen, natürlich hängt ein Maßband in meinem Separée und so lege ich Hand an.

Sein Schwanz ist jetzt ganz steif und wirklich sehr groß und sanft lege ich das Maßband um seine Peniswurzel. Ich halte das Maßband fest, die Finger an der Unterseite seines Schwanzes und bücke mich, um die Centimeter abzulesen. Ich schüttle den Kopf, nein, einen so großen Durchmesser hätte ich aus Metall nicht vorrätig, vielleicht könnte ich einen solchen Penisring bestellen? Allerdings hätte ich welche aus Silikon, ich hätte damit keine Erfahrung, aber vielleicht dehnten die sich ja auch auf seinen großen Umfang. Er nickt mir von oben lächelnd zu und bei diesem spannungsgeladenen, erregenden Blickwechsel kann ich nicht widerstehen, ich lasse das Maßband los und muß seinen Schwanz in meine Hand nehmen, muss versuchen ihn zu umfassen.

Er fühlt sich so gut an, wie er schwer und warm in meiner Hand liegt, ich muss ihn weiter halten und greife jetzt mit der anderen Hand nach seiner Vorhaut, die sich schon größtenteils von der Eichel zurückgeschoben hat, ich spüre diesen prallen und doch anschmiegsamen Schwanz und beginne langsam zu reiben. Kurz blicke ich zu ihm, er strahlt mich an, ganz offen und selbstsicher und sagt dann: “Um den Silikon-Ring zu testen, müssen wir meinen Schwanz sowieso erst wieder klein bekommen. Aber Sie werden ihn nicht in Ihren Mund nehmen können, oder?”

Ich grinse zurück, er scheint mich ganz gut einschätzen zu können, denn mit dieser Bemerkung hat er meinen Ehrgeiz geweckt. Seinen Schwanz noch immer in meinen Händen haltend, knie mich vor ihn auf den Boden, meine Finger wandern über seinen Schaft und streicheln über seine dicht behaarten Eier, die groß und fest sind. Mit beiden Händen umfasse ich Eier und Peniswurzel und berühre erstmal prüfend mit der Zunge seine Glans, lecke mit der Zunge leicht über den Schlitz und dann rund herum um seine Eichel. Dann erst nehme ich sie vorsichtig zwischen meine Lippen, erstmal nur bis zur zurückgeschobenen Vorhaut und sauge ein wenig an seinem Schwanz.

Er stöhnt leise auf, als ich immer noch saugend versuche, mehr von seinem großen Schwanz in meinen Mund zu nehmen. Ich bin nicht ungeübt darin, ich weiß, wie ich es machen muss, um keinen Würgereiz auszulösen, aber ich komme gerade bis zur Hälfte seines Schwanzes, weiter geht es einfach nicht. Aber ich will, ich will ihn unbedingt ganz in meinem Mund haben. Also stehe ich auf und bitte ihn, sich auf die mit dem roten Laken bezogene Liege zu legen, auf die Seite und lege mich zu ihm, etwas tiefer, so dass sein Schwanz vor meinem Mund ist. Ich weiß, dass es in dieser Position für mich viel einfacher ist, einen Schwanz ganz aufzunehmen und beginne das Experiment.

Meine Hände spielen mit seinen Eiern oder greifen nach seiner Peniswurzel, während ich meine Lippen über seinen Schwanz stülpe, noch ein bisschen mit seiner Eichel spiele, lecke und lutsche und sie sehr schnell mit der Zungenspitze kitzle, dann sauge ich seinen Schwanz tiefer in meinen Mund. Ich komme zur Hälfte, schließe die Lippen etwas fester um seinen Schaft und gleite so wieder nach oben, schiebe mich wieder nach unten, sein Schwanz verschwindet einige Zentimeter weiter in meinem Mund, nach oben und meine Hände immer an seinen Eiern, die fester werden und kleiner und ich höre ihn atmen und wieder sind es ein paar Zentimeter mehr, die ich ihn verschlucke und wieder stöhnt er und meine Hände schließen sich um den Ansatz seines dicken Schwanzes, als meine Lippen nach oben gleiten und meine Lippen treffen jetzt die Hände, die seine Peniswurzel langsam frei geben, je weiter sich mein Mund über seinen Penis stülpt und weiter und weiter und er stöhnt und jetzt, jetzt ist sein Schwanz ganz in mir, meine Hände sind wieder an seinen Eiern, die fast in seinem Körper zu verschwinden scheinen, so ziehen sie sich zusammen und ich lasse seinen Schwanz tief in meinem Mund und sauge nur und sauge und der Herr aus dem Hochadel stöhnt auf und kommt und spritzt mir sein Sperma tief in den Mund, während ich seine Eier zucken fühle.

Ich schlucke und genieße den süßlichen Spermageschmack und lecke und sauge noch ein wenig an seinem Schwanz, bis er zu zucken aufhört. Dann sehe ich ihn grinsend an und er nickt mir noch stark atmend, aber lächelnd und anerkennend zu. Ich sage ihm, dass ich mir den Umfang seines Schwanzes sehr gut gemerkt hätte und mich erkundigen würde, wo ich einen Penisring in ‘seiner Größe’ bestellen könne. Er zieht sich an und sagt, er werde wiederkommen und nachfragen.

So stelle ich mir das also vor in meinem superschicken, sexy Sexshop, den alle Kunden zufrieden verlassen würden: die Frauen mit dem passenden Dildo oder Vibrator, die Männer mit dem richtigen Penisring, die Paare mit vielen Ideen, wie sie ihr Spielzeug aneinander testen können und sich gegenseitig verführen und verwöhnen. Und alle gingen sie mit einem zufriedenen breiten Grinsen aus meinem Laden.

Ja, ich bin völlig vom Thema abgekommen. Aber was ich noch sagen wollte: überrasche mich bitte nie mit einer längeren Reise nach Venedig, solange es dort noch keinen Sexshop gibt! Über Tagesausflüge freue ich mich sehr, aber bitte nicht länger, längere Aufenthalte in einer Stadt ohne Sexshop ertrage ich einfach nicht und auch Du würdest es nicht mit mir aushalten. So weit, so gut und Du weißt ja, dass ich auf der Reise, auf der wir uns kennenlernten nicht in Venedig war. Ich war in Paris, das vor Lust und Liebe und Sex nur so strotzt, die perfekte Stadt für einen längeren Aufenthalt mit mir. Aber wie das war und was ich dort gemacht habe, bevor ich Dich traf, das verrate ich dann beim nächsten Mal.

Kein Sexshop in Venedig

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an.

Okay, Du hast mich gefragt, wie der Urlaub war, den ich gemacht habe, bevor wir uns kennenlernten, auf dessen Rückreise wir uns kennenlernten, wo ich war und was ich getan habe. Jetzt bist Du wieder weg und ich denke an Dich und schreibe es Dir, wieso nicht.

Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten, Urlaubsorte auszusuchen: ob man ans Meer oder in die Berge, in die Stadt oder aufs Land will oder ob man eher Abenteuer oder Ruhe sucht. Ich aber suche meine Urlaubsorte danach aus, ob es dort einen guten Sexshop gibt. Erstens hat man dann schon einmal etwas zu sehen, es wird nicht langweilig, selbst wenn die Stadt trostlos oder die Bekannten, die man besucht, unausstehlich sind. Zweitens aber ist der schreckliche Notfall abgewendet, dass ich meinen Vibrator vergessen habe und an jenem Ort keinen neuen bekommen kann. Denn ich ohne Vibrator, das ist anstrengend, was sage ich, das ist völlig nervenaufreibend, aber sicher kein Urlaub.

Paris etwa eignet sich ohne weiteres. Oder Rom oder natürlich Berlin und Hamburg erst recht. In Venedig zum Beispiel gibt es aber keinen einzigen Sexshop. Man fragt sich, warum eigentlich, in dieser Stadt der Liebe, der Heiratsanträge und Hochzeitsreisen. Es gibt einige Sexshops auf dem Festland, in Mestre, in Chioggia oder Marghera, aber auf der wunderschönen Insel, deren Umriss einem Fisch gleicht, dort wo Touristenströme sich an manchen Stellen fast tottreten, dort gibt es keinen. Außerdem heißen Sex-Shops in Italien natürlich nicht ‘Sex Shop’, sondern ‘Sexy Shop’, warum auch immer, als sei der Laden selbst ‘sexy’, was aber nur sehr selten der Fall ist.

Wenn das mit meinem Studium nichts werden sollte und mir gar nichts anderes einfällt, werde ich jedenfalls einen eröffnen, einen Sexy-Shop in Venedig, der wirklich sexy wäre. Es ist ja nicht einzusehen, warum ein Paar vor oder kurz nach der Hochzeit in Venedig nicht einmal auf die Idee kommen sollte, sich das Sexleben ein wenig zu versüßen, zu variieren, Neues zu entdecken. Das ist doch mehr als naheliegend! Ganz abgesehen von all den armen Venezianern, die bisher ohne auskommen müssen. Der Altersdurchschnitt dort steigt ja, also gibt es auch immer mehr alte Witwen und Witwer, die sicherlich ein wenig Abwechslung in ihrem einsamen Liebesleben vertragen könnten.

Ich halte das mit dem Sexshop in Venedig für einen ausgezeichneten Plan und stelle mir schon vor, wie ich meinen Laden im Erdgeschoss eines alten Palazzos mit wahnsinnig hohen Decken, dunkelroten schweren Vorhängen vor den Fenstern, die direkt auf den Canal Grande gehen, so einrichte. Ein dunkelroter, dicker Teppich, der alle Geräusche schluckt, ein Kronleuchter aus Murano mit tausend glitzernden Glaskristallen, ein wenig goldener Stuck an der Decke. Und ich stelle mir vor, wie ich eine dunkelrote Gondel zur Werbefahrt ausstatte, mit einem unverschämt gutaussehenden Gondoliere, unter dessen anliegendem, gestreiften Shirt sich die Muskeln abzeichneten. Der würde dann Liebespaare direkt von den Gassen Venedigs in meine Lusthöhle entführen oder im Sommer auch mal mit ihnen in die Lagune hinausrudern, damit sie sich dort unter freiem Himmel mit ihren Neuerwerbungen aus meinem Shop vergnügen könnten.

Ich stelle mir vor, wie die dunkelrote Gondel inmitten der abendlich dunkelblauen, einsamen Lagune schaukelt, ein Paar sich lachend Dildos in die Öffnungen schiebt und Vibratoren an empfindlichste Stellen hält, während mein schöner Gondoliere, der schon alles gesehen hat, lächelnd in die Ferne blickt. Das ist doch ein schönes Bild, oder? Oder wie sich mein Gondoliere in Ausnahmefällen beteiligt, wenn er und meine Kunden Lust haben und wie er dann in der Gondel steht, das Ruder immer in der Hand und die Frau vor ihm kniet und ihm seinen schlanken, langen Schwanz bläst, während ihr Freund sie von hinten fickt und den neuen Vibrator an ihre Klitoris hält, bis sie ihre Schreie über die weite Lagune schicken und damit die Seevögel erschrecken.

Außerdem hätte ich in meinem Sexshop einen kleinen Extra-Raum auf der Seite, ein Separée, in dem jedes Spielzeug zuerst getestet werden kann, bevor es gekauft wird. Auch zu zweit. Dann hätte ich jedenfalls keine Probleme mit all den Leuten, die es für eine notwendige Erfahrung halten, es in den engen, hässlichen Kabinen der gewöhnlichen Sexshops heimlich zu machen. Nein, bei mir wäre das völlig in Ordnung, der Raum groß genug, mit Stuhl und einer Liege. Das lustvolle Stöhnen, das aus diesem absichtlich schlecht isolierten Raum in meinen Laden dringen würde, wäre sicher eine starke Kaufanregung für andere Kunden und würde meinen Laden schnell bekannt machen. Vielleicht hätte ich eine kleine Kamera in dem Raum versteckt und würde mir nach Feierabend ansehen, was meine Kunden im Separée getrieben hätten, wie sie sich geliebt und gespielt hätten.

Bekannt wäre ich außerdem für meine ausgezeichnete Beratung: die alte Contessa aus dem venezianischen Hochadel, die ebenfalls einen Palazzo am Canal Grande besitzt, würde den versteckten Hintereingang in einer kleinen Gasse benutzen, ich würde ihr jeden Wunsch von den Lippen lesen und sie könnte mit meiner absoluten Diskretion rechnen. Ich würde niemandem verraten, dass sie auf riesige, schwarze, geäderte Dildos steht und sich am liebsten Schwulen-Pornos ansieht.

Den Frauen würde ich nur die besten Vibratoren anbieten, sortiert nach der gewünschten Vibrationsstärke, in den ausgefallensten Formen und Farben und sie könnten in meinem Extra-Zimmer jeden Dildo ersteinmal in ihre feuchte Spalte stecken, um die richtige Größe zu finden. Gerne würde ich sie dabei auch begleiten und ihnen behilflich sein, wenn sie dies wünschten: die jungen Frauen würde ich langsam entkleiden, nur ihre hochhackigen Schuhe dürften sie anbehalten, dann würde ich niederknien und sie lecken, meine Zunge über ihre Klitoris fahren lassen und in ihre Mösen stecken, flink und zart, bis sie feucht genug wären.

Dann dürften sie sich auf die mit dem frischen dunkelroten Laken bezogene Liege legen und ich würde sie sanft mit den Dildos aus meinem Sortiment ficken: ich würde mit dem kleinsten, dünnsten beginnen, den ich noch vorsichtig in ihre nasse Muschi stecke, nur sanft hinein- und herausgleiten lasse. Dann würde ich wechseln, zu größeren, dickeren, bis ich merke, dass einer meine Kundin ganz ausfüllt, dass er sich anschmiegt an das Innere ihrer triefenden Vagina, dass er wie für sie geschaffen ist, genau die Größe und Dicke, die sie braucht. Erst dann würde ich die Stöße mit diesem Dildo etwas beschleunigen, mit entschiedeneren Bewegungen in sie stoßen und mich gleichzeitig über sie beugen und an ihrer Klitoris saugen, bis sie kommt. Sie könnte gar nicht anders, als diesen sorgfältig ausgewählten Dildo zu kaufen.

Auch mit Männern ginge ich natürlich äußerst einfühlsam um: wenn diese ein Geschenk für ihre Frau, Freundin oder Geliebte suchten, dann erbäte ich eine möglichst genau Beschreibung ihres Aussehens, ihrer Vorlieben, ihrer Art zu kommen und am besten ein Foto ihrer geöffneten, gespreizten Mösen, bei denen Lage und Größe der Klitoris gut zu erkennen wäre. Wenn mir ein Mann diese Auskünfte nicht erteilen könnte, dann würde ich ihn zu seiner Partnerin schicken, um zu fragen, um genau zu schauen und zu fotografieren. Und wäre mir so schon sicher, dass die beiden einen unvergesslichen Abend zusammen hätten, wenn sie ihm erklärt und zeigt, wie sie es sich am liebsten selbst macht und er gut zuhört und nachfühlt und nachahmt und Fotos von ihrem feuchten Geschlecht und ihrer erigierten Knospe schießt, ein unvergesslicher Abend für beide, währenddessen und danach.

Sicher würde dieser Mann zurückkommen und nach mehr fragen, wir würden zusammen die Fotos von seiner Freundin begutachten, wir würden gemeinsam davon schwärmen, wie schön das weibliche Geschlecht doch allgemein sei und seine Freundin im Besonderen. Wahrscheinlich würde ich ihm dann einen Vibrator empfehlen und ihn auffordern, seine Partnerin das nächste Mal doch einfach mitzubringen. Oder wir sprächen weiter über seine Phantasien, wir würden weiße, ganz unschuldige Dessous heraussuchen oder ein schwarzes Lederkorsett, einen Analdildo für ihn, Fesseln, eine Augenbinde und eine kleine Peitsche.

Ich stelle mir vor, wie der vierzigjährige Sprössling einer uralten venezianischen Adelsfamilie zu mir kommt, einer dessen Vorfahren mal als Dogen über Venedig herrschten, wie ich mich geehrt fühle durch seinen Besuch und entzündet durch den Blick seiner dunkelblauen Augen. Das schwarze Haar ist an seinen Schläfen schon leicht ergraut, sein Körper schlank und ich wünsche mir nichts so sehr, wie ihm seinen eleganten Anzug vom Körper zu reißen. Ich versuche mit ihm zu plaudern, wir reden über Venedig, das Wetter und die Geschäfte, bis er mich fragt, ob ich einen Penisring für ihn hätte, einen metallenen, aber bitte in ‘seiner’ Größe.

Herrje, ich bin aber auch völlig vom Thema abgekommen. Ich wollte Dir eigentlich schreiben, wie mein Urlaub war, der bevor wir uns kennengelernt haben, der, der gar nicht in Venedig war und von dem wir gemeinsam zurückkehrten. Aber die Phantasie hat mich davongetragen. Und natürlich werde ich Dir auch nicht verheimlichen, was es mit dem gutaussehenden Dogenabkömmling und ‘seiner’ Größe auf sich hat. Aber das verrate ich erst beim nächsten Mal.

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