Tag Archive: Anal


Strafe

Ich bin noch nicht bestraft worden. Wofür auch immer. Ich sollte bestraft werden.

Ich male ein Bild:

Ich liege auf dem Bett, mit dem Bauch nach unten und mein weißer Hintern reckt sich nach oben. Ich trage schwarze Stiefel oder schwarze Strümpfe, die bis über meine Kniekehlen reichen, die weichen. Oben ein Korsett bis unter die spitzen Schulterblätter, ebenfalls schwarz, dazu die Blässe meiner Haut. Arme und Beine sind gespreizt, weil Du sie gefesselt hast, die breiten schwarzen Bänder liegen um Handgelenke und Fußknöchel. Mein Haar ist offen und verdeckt mein Gesicht. Vielleicht trage ich eine Augenbinde. Oder einen Knebel. Damit ich nicht schreien kann und nicht stöhnen, damit ich Dir nicht sagen kann, was mir gefällt, denn das ist unwichtig jetzt. So liege ich und warte auf Dich.

Ich weiß nicht, was Du mit meinem emporgereckten Hintern tust und ob er danach noch so weiß ist wie er es anfangs war. Aber ich weiß, dass Du mich nehmen wirst und dass sich Dein Schwanz in mich bohren wird und nicht nur dort, wo er sich sonst bewegt, rein und raus. Ich werde gefesselt sein und Du wirst mein Arschloch ficken und ich werde nicht schreien. Du wirst nicht vorsichtig sein, wie Du es sonst bist, Du wirst Dir nehmen was Du willst. Ich werde Dich spüren, nah und heiß, die Anspannung in Deinem Körper über meinem, werde auf Dein Atmen hören und die Zuckungen erwarten, die mein Arschloch mit Deinem Saft füllen, wenn Du ganz tief in mich gestoßen hast bis es schmerzt.

Dann will ich Deine Lippen. Deine Zunge in meinem Mund, die sagt, dass ich Dein bin.

Ich werde nass, wenn ich an meine Strafe denke. Bitte!

Tauchgang

hinab
Deiner finger kuppeln gleiten,
Meiner rückenkuhle folgend,
Deine hände fächern über
Meine haut, bis
Ich nicht mehr weiß wie viele
Du hast, bis sie sich schließen um
Meine hinterbacken und
Deine zunge tauchen geht
dazwischen.

Kein Sexshop in Venedig

Hinweis: dies gehört zum noch titellosen “erotischen Briefroman” (deshalb die Ich/Du-Form), der hier kapitelweise entstehen wird oder auch nicht. Zumindest fängt ellen mal an.

Okay, Du hast mich gefragt, wie der Urlaub war, den ich gemacht habe, bevor wir uns kennenlernten, auf dessen Rückreise wir uns kennenlernten, wo ich war und was ich getan habe. Jetzt bist Du wieder weg und ich denke an Dich und schreibe es Dir, wieso nicht.

Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten, Urlaubsorte auszusuchen: ob man ans Meer oder in die Berge, in die Stadt oder aufs Land will oder ob man eher Abenteuer oder Ruhe sucht. Ich aber suche meine Urlaubsorte danach aus, ob es dort einen guten Sexshop gibt. Erstens hat man dann schon einmal etwas zu sehen, es wird nicht langweilig, selbst wenn die Stadt trostlos oder die Bekannten, die man besucht, unausstehlich sind. Zweitens aber ist der schreckliche Notfall abgewendet, dass ich meinen Vibrator vergessen habe und an jenem Ort keinen neuen bekommen kann. Denn ich ohne Vibrator, das ist anstrengend, was sage ich, das ist völlig nervenaufreibend, aber sicher kein Urlaub.

Paris etwa eignet sich ohne weiteres. Oder Rom oder natürlich Berlin und Hamburg erst recht. In Venedig zum Beispiel gibt es aber keinen einzigen Sexshop. Man fragt sich, warum eigentlich, in dieser Stadt der Liebe, der Heiratsanträge und Hochzeitsreisen. Es gibt einige Sexshops auf dem Festland, in Mestre, in Chioggia oder Marghera, aber auf der wunderschönen Insel, deren Umriss einem Fisch gleicht, dort wo Touristenströme sich an manchen Stellen fast tottreten, dort gibt es keinen. Außerdem heißen Sex-Shops in Italien natürlich nicht ‘Sex Shop’, sondern ‘Sexy Shop’, warum auch immer, als sei der Laden selbst ‘sexy’, was aber nur sehr selten der Fall ist.

Wenn das mit meinem Studium nichts werden sollte und mir gar nichts anderes einfällt, werde ich jedenfalls einen eröffnen, einen Sexy-Shop in Venedig, der wirklich sexy wäre. Es ist ja nicht einzusehen, warum ein Paar vor oder kurz nach der Hochzeit in Venedig nicht einmal auf die Idee kommen sollte, sich das Sexleben ein wenig zu versüßen, zu variieren, Neues zu entdecken. Das ist doch mehr als naheliegend! Ganz abgesehen von all den armen Venezianern, die bisher ohne auskommen müssen. Der Altersdurchschnitt dort steigt ja, also gibt es auch immer mehr alte Witwen und Witwer, die sicherlich ein wenig Abwechslung in ihrem einsamen Liebesleben vertragen könnten.

Ich halte das mit dem Sexshop in Venedig für einen ausgezeichneten Plan und stelle mir schon vor, wie ich meinen Laden im Erdgeschoss eines alten Palazzos mit wahnsinnig hohen Decken, dunkelroten schweren Vorhängen vor den Fenstern, die direkt auf den Canal Grande gehen, so einrichte. Ein dunkelroter, dicker Teppich, der alle Geräusche schluckt, ein Kronleuchter aus Murano mit tausend glitzernden Glaskristallen, ein wenig goldener Stuck an der Decke. Und ich stelle mir vor, wie ich eine dunkelrote Gondel zur Werbefahrt ausstatte, mit einem unverschämt gutaussehenden Gondoliere, unter dessen anliegendem, gestreiften Shirt sich die Muskeln abzeichneten. Der würde dann Liebespaare direkt von den Gassen Venedigs in meine Lusthöhle entführen oder im Sommer auch mal mit ihnen in die Lagune hinausrudern, damit sie sich dort unter freiem Himmel mit ihren Neuerwerbungen aus meinem Shop vergnügen könnten.

Ich stelle mir vor, wie die dunkelrote Gondel inmitten der abendlich dunkelblauen, einsamen Lagune schaukelt, ein Paar sich lachend Dildos in die Öffnungen schiebt und Vibratoren an empfindlichste Stellen hält, während mein schöner Gondoliere, der schon alles gesehen hat, lächelnd in die Ferne blickt. Das ist doch ein schönes Bild, oder? Oder wie sich mein Gondoliere in Ausnahmefällen beteiligt, wenn er und meine Kunden Lust haben und wie er dann in der Gondel steht, das Ruder immer in der Hand und die Frau vor ihm kniet und ihm seinen schlanken, langen Schwanz bläst, während ihr Freund sie von hinten fickt und den neuen Vibrator an ihre Klitoris hält, bis sie ihre Schreie über die weite Lagune schicken und damit die Seevögel erschrecken.

Außerdem hätte ich in meinem Sexshop einen kleinen Extra-Raum auf der Seite, ein Separée, in dem jedes Spielzeug zuerst getestet werden kann, bevor es gekauft wird. Auch zu zweit. Dann hätte ich jedenfalls keine Probleme mit all den Leuten, die es für eine notwendige Erfahrung halten, es in den engen, hässlichen Kabinen der gewöhnlichen Sexshops heimlich zu machen. Nein, bei mir wäre das völlig in Ordnung, der Raum groß genug, mit Stuhl und einer Liege. Das lustvolle Stöhnen, das aus diesem absichtlich schlecht isolierten Raum in meinen Laden dringen würde, wäre sicher eine starke Kaufanregung für andere Kunden und würde meinen Laden schnell bekannt machen. Vielleicht hätte ich eine kleine Kamera in dem Raum versteckt und würde mir nach Feierabend ansehen, was meine Kunden im Separée getrieben hätten, wie sie sich geliebt und gespielt hätten.

Bekannt wäre ich außerdem für meine ausgezeichnete Beratung: die alte Contessa aus dem venezianischen Hochadel, die ebenfalls einen Palazzo am Canal Grande besitzt, würde den versteckten Hintereingang in einer kleinen Gasse benutzen, ich würde ihr jeden Wunsch von den Lippen lesen und sie könnte mit meiner absoluten Diskretion rechnen. Ich würde niemandem verraten, dass sie auf riesige, schwarze, geäderte Dildos steht und sich am liebsten Schwulen-Pornos ansieht.

Den Frauen würde ich nur die besten Vibratoren anbieten, sortiert nach der gewünschten Vibrationsstärke, in den ausgefallensten Formen und Farben und sie könnten in meinem Extra-Zimmer jeden Dildo ersteinmal in ihre feuchte Spalte stecken, um die richtige Größe zu finden. Gerne würde ich sie dabei auch begleiten und ihnen behilflich sein, wenn sie dies wünschten: die jungen Frauen würde ich langsam entkleiden, nur ihre hochhackigen Schuhe dürften sie anbehalten, dann würde ich niederknien und sie lecken, meine Zunge über ihre Klitoris fahren lassen und in ihre Mösen stecken, flink und zart, bis sie feucht genug wären.

Dann dürften sie sich auf die mit dem frischen dunkelroten Laken bezogene Liege legen und ich würde sie sanft mit den Dildos aus meinem Sortiment ficken: ich würde mit dem kleinsten, dünnsten beginnen, den ich noch vorsichtig in ihre nasse Muschi stecke, nur sanft hinein- und herausgleiten lasse. Dann würde ich wechseln, zu größeren, dickeren, bis ich merke, dass einer meine Kundin ganz ausfüllt, dass er sich anschmiegt an das Innere ihrer triefenden Vagina, dass er wie für sie geschaffen ist, genau die Größe und Dicke, die sie braucht. Erst dann würde ich die Stöße mit diesem Dildo etwas beschleunigen, mit entschiedeneren Bewegungen in sie stoßen und mich gleichzeitig über sie beugen und an ihrer Klitoris saugen, bis sie kommt. Sie könnte gar nicht anders, als diesen sorgfältig ausgewählten Dildo zu kaufen.

Auch mit Männern ginge ich natürlich äußerst einfühlsam um: wenn diese ein Geschenk für ihre Frau, Freundin oder Geliebte suchten, dann erbäte ich eine möglichst genau Beschreibung ihres Aussehens, ihrer Vorlieben, ihrer Art zu kommen und am besten ein Foto ihrer geöffneten, gespreizten Mösen, bei denen Lage und Größe der Klitoris gut zu erkennen wäre. Wenn mir ein Mann diese Auskünfte nicht erteilen könnte, dann würde ich ihn zu seiner Partnerin schicken, um zu fragen, um genau zu schauen und zu fotografieren. Und wäre mir so schon sicher, dass die beiden einen unvergesslichen Abend zusammen hätten, wenn sie ihm erklärt und zeigt, wie sie es sich am liebsten selbst macht und er gut zuhört und nachfühlt und nachahmt und Fotos von ihrem feuchten Geschlecht und ihrer erigierten Knospe schießt, ein unvergesslicher Abend für beide, währenddessen und danach.

Sicher würde dieser Mann zurückkommen und nach mehr fragen, wir würden zusammen die Fotos von seiner Freundin begutachten, wir würden gemeinsam davon schwärmen, wie schön das weibliche Geschlecht doch allgemein sei und seine Freundin im Besonderen. Wahrscheinlich würde ich ihm dann einen Vibrator empfehlen und ihn auffordern, seine Partnerin das nächste Mal doch einfach mitzubringen. Oder wir sprächen weiter über seine Phantasien, wir würden weiße, ganz unschuldige Dessous heraussuchen oder ein schwarzes Lederkorsett, einen Analdildo für ihn, Fesseln, eine Augenbinde und eine kleine Peitsche.

Ich stelle mir vor, wie der vierzigjährige Sprössling einer uralten venezianischen Adelsfamilie zu mir kommt, einer dessen Vorfahren mal als Dogen über Venedig herrschten, wie ich mich geehrt fühle durch seinen Besuch und entzündet durch den Blick seiner dunkelblauen Augen. Das schwarze Haar ist an seinen Schläfen schon leicht ergraut, sein Körper schlank und ich wünsche mir nichts so sehr, wie ihm seinen eleganten Anzug vom Körper zu reißen. Ich versuche mit ihm zu plaudern, wir reden über Venedig, das Wetter und die Geschäfte, bis er mich fragt, ob ich einen Penisring für ihn hätte, einen metallenen, aber bitte in ‘seiner’ Größe.

Herrje, ich bin aber auch völlig vom Thema abgekommen. Ich wollte Dir eigentlich schreiben, wie mein Urlaub war, der bevor wir uns kennengelernt haben, der, der gar nicht in Venedig war und von dem wir gemeinsam zurückkehrten. Aber die Phantasie hat mich davongetragen. Und natürlich werde ich Dir auch nicht verheimlichen, was es mit dem gutaussehenden Dogenabkömmling und ‘seiner’ Größe auf sich hat. Aber das verrate ich erst beim nächsten Mal.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.